1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Nachts drei Grad minus - der Winter kann kommen

Landkreis Dillingen

11.11.2019

Nachts drei Grad minus - der Winter kann kommen

Raureif und Nebel sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter im Anmarsch ist. Das Foto zeigt die Staatsstraße zwischen Dillingen und Holzheim.
2 Bilder
Raureif und Nebel sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter im Anmarsch ist. Das Foto zeigt die Staatsstraße zwischen Dillingen und Holzheim.
Bild: Aumiller

Jetzt heißt es wieder frieren, denn die Temperaturen sanken im Landkreis Dillingen auf minus drei Grad. Mitarbeiter des Kreisbauhofs sind aber gerüstet. Wie der Winterdienst arbeitet.

Der Sommer ist doch erst seit Kurzem vorbei, mögen viele bei den Erinnerungen an schnell vergangene Urlaubstage denken. Inzwischen haben es wohl die meisten Menschen im Landkreis Dillingen gemerkt. Die kalte Jahreszeit beginnt. Am Wochenende sank das Thermometer auf minus drei Grad. Und weil das Ganze noch ungewohnt ist, wirkte der Anflug dieser winterlichen Temperaturen noch heftiger. An Bäumen war der erste Raufreif dieser Wintersaison zu sehen. Es gibt aber Zeichen, die zuversichtlich stimmen: Die Mitarbeiter des Kreisbauhofes jedenfalls sind eigenen Angaben zufolge auf einen Wintereinbruch und den bevorstehenden Winterdienst bestens vorbereitet. So fand bereits die Winterdienst-Versammlung statt, bei der die Mitarbeiter unterwiesen und die Fahrtrouten festgelegt wurden. Zudem sind sämtliche erforderlichen Fahrzeuge und Geräte laut Mitteilung des Landratsamts optimal für die kommenden Einsätze im Winterdienst vorbereitet.

In zwei Schichten in der Zeit zwischen 4 und 22 Uhr

Der Winterdienst erfolgt grundsätzlich in zwei Schichten in der Zeit von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Bei extremen Witterungssituationen wird rund um die Uhr geräumt und gestreut. Für den Fall eines plötzlichen Winter-Einbruches können die Streugeräte schnell auf die Trägerfahrzeuge (Lkw/Unimog) aufgesetzt und die Schneepflüge montiert werden.

Das Straßennetz ist etwa 450 Kilometer lang

Zusammen mit der staatlichen Straßenmeisterei Dillingen beträgt das zu betreuende klassifizierte Streckennetz im Landkreis Dillingen etwa 450 Kilometer, aufgeteilt in 15 zu betreuende Bezirke. Der Landkreis stellt fünf eigene Fahrzeuge und drei Fremdfahrzeuge für den Winterdienst bereit. Auch der Radweg entlang der alten B 16 von Lauingen nach Höchstädt wird vom Landkreis geräumt und gestreut.

Nachts drei Grad minus - der Winter kann kommen

Die Feuchtsalz-Technologie kommt zum Einsatz

Zum Einsatz kommt laut Pressemitteilung die bewährte Feuchtsalz-Technologie, bei der neben Salz auch Sole (wässrige Lösung von Salzen) auf die Fahrbahn gestreut wird. Der Soleanteil kann variiert werden, sodass auch eine effektive Präventiv-Streuung möglich ist, noch bevor überhaupt eine Eis-, Reif-, oder Schneeglätte entsteht. Durch einen höheren Soleanteil bleibt das Sole-Salz-Gemisch länger auf der Straße liegen, wodurch die Wehverluste reduziert werden und sich der Salzverbrauch reduziert.

Hier sind die Wettermelde-Stationen eingerichtet

Um den richtigen Einsatzzeitpunkt zu treffen, wurden vor drei Jahren im Landkreis an folgenden Straßen sogenannte Wettermelde-Stationen errichtet: DLG 35 bei Oberbechingen, B 16 bei Gundelfingen und Höchstädt, Staatsstraße 2212 bei Hochdorf und Staatsstraße 2033 bei Prettelshofen sowie an der Staatsstraße 2032 bei Fultenbach. Die Stationen liefern nach Angaben des Dillinger Landratsamts noch genauere Aussagen über die Entwicklung der Witterung. Dadurch kann, die die Behörde mitteilt, schneller auf Änderungen der Wetterlage reagiert werden. (bv, pm)

Lesen Sie auch:

Gleich vier Wildunfälle an einem Tag


Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren