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16.02.2015

Nachtumzug: Polizei schätzt sogar 12 000 Besucher

Nicht eingreifen mussten die eingesetzten Polizeibeamten während des Dillinger Nachtumzugs. Die Narren unterhielten sich, wie hier im Bild, gut mit den Bereitschaftspolizisten.
Bild: von Neubeck

Der Gaudiwurm selbst verlief reibungslos. Aber zahlreiche Schlägereien am Rande der Party

Der Nachtumzug des Steinheimer Faschingsvereins in Dillingen verlief reibungslos. Der Besucherandrang war wieder riesig. Die Polizei schätzt, dass rund 12000 Zuschauer den Weg des Umzugs säumten. Nach dem Umzug kam es wieder zu mehreren Schlägereien zwischen alkoholisierten Teilnehmern und Besuchern. Gegen 2:30 Uhr war die Veranstaltung und die „Afterumzugs-Party“ beendet.

Nach dem Nachtumzug kam es auf dem Parkplatz des Festplatzes in Dillingen gegen 23.35 Uhr zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Umzugsteilnehmern und zwei alkoholisierten Besuchern.

Nach einem zunächst verbalen Streit schlugen ein 24- und 28-Jähriger auf einen 19- und einen 24-jährigen Umzugsteilnehmer ein. Als der 19-Jährige auf dem Boden lag wurde er mit den Füßen noch gegen den Kopf getreten. Dieser zog sich diverse Prellungen zu. Außerdem wurden ihm drei Zähne ausgeschlagen. Auch der 24-Jährige verlor bei der Schlägerei einen Zahn. Die beiden Täter flüchteten, konnten kurze Zeit später aber vorläufig Festgenommen werden. Beide waren alkoholisiert (1,8 und 0,9 Promille). Gegen sie wird ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Verletzten wurden zur Erstversorgung ins Krankenhaus eingeliefert. Ein 32-Jähriger kam gegen 1.40 Uhr zur Polizei-Inspektion Dillingen und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Er gab an, dass er kurze Zeit vorher in einem Dillinger Lokal von einem unbekannten Mann mit einem Faustschlag ins Gesicht verletzt worden war. Der Verletzte war stark betrunken. Ein Alkotest ergab einen Wert von 1,9 Promille. Bei der „Afterumzugs-Party“ gerieten gegen 1.10 Uhr ein 23-Jähriger und ein 26-Jähriger aneinander, weil der 26-Jährige die Freundin des 23-Jährigen offensichtlich belästigt hatte. Der 23-Jährige schlug dem 26-Jährigen dabei mit der Faust ins Gesicht. Gegen 0.40 Uhr rannten ein 18- und ein 19-Jähriger einem 18-Jährigen auf dem Dillinger Festplatz angeblich grundlos hinterher und versetzten dem 18-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht. Die Tatbeteiligten konnten von einem Security-Mitarbeiter festgehalten und der Polizei übergeben werden. Alle drei waren sichtlich betrunken. Ein Alkotest ergab bei ihnen einen Wert zwischen 1,5 und 1,8 Promille. Der 18-Jährige zog sich eine Jochbeinprellung zu die von den anwesenden Rettungssanitätern versorgt wurde.

Bei der „Afterumzugs-Party“ kam es gegen 0.20 Uhr zwischen einer 21-Jährigen und einer 28 Jahre alten Frau zu einem Streit und gegenseitiger Körperverletzung. Beide waren alkoholisiert und zogen sich dabei leichte Verletzungen zu. Beim Eintreffen der Polizei wollten beide dann jedoch von einer Anzeigenerstattung nichts mehr wissen.

Beim Nachtumzug stellten Polizeibeamte bereits gegen 19.45 Uhr fest, dass vier betrunkene junge Männer im Alter von 24 und 19 Jahren sowie zwei 16-jährige Jugendliche am Ende der Zugstrecke mit „Sieg-Heil-Rufen“ und Zeigen des „Hitlergrußes“ unterwegs waren. Alle vier waren sichtlich betrunken (1,9, 1,6, 1,8 und 0,9 Promille). Gegen sie wird Anzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet.

Ein polizeibekannter und betrunkener 20-Jähriger (1,6 Promille) beschädigte gegen 18.50 Uhr vor dem Dillinger Nachtumzug mutwillig einen Telefonverteilerkasten. Dabei entstand ein Schaden von ca. 800 Euro. (dz, vN)

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