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Innungsversammlung

29.05.2015

Nachwuchsmangel durch die Industrie

Land- und Baumaschinentechnik mit guten Geschäften. Unklar ist, wie sich der Markt entwickelt

Die Ausbildungssituation und konjunkturelle Entwicklung der Branche standen im Mittelpunkt der Innungsversammlung für Land- und Baumaschinentechnik Nordschwaben, die dieser Tage im Gasthaus Kastanienhof in Lauingen abgehalten wurde.

Nach der Eröffnung der Versammlung durch Obermeister Gerhard Feldmeier referierte Walter Wagner aus Wechingen in einem Fachvortrag zum Thema „Beimengung biogener Treibstoffe und Überblick über die Auswirkungen“. Anschließend berichtete Gerhard Feldmeier über seine Aktivitäten als Obermeister für die Innung im Jahr 2014. Nach dem Bericht des Schriftführers Sebastian Konrad, des Kassenberichts mit Vorstellung des Innungshaushaltsplans für das laufende Jahr, bezeichnete der Obermeister die geschäftliche Situation der Branche mit gut bis sehr gut, da sich die Investitionsbereitschaft der Landwirte weiterhin gut bis sehr gut darstelle. Ob jedoch mit dieser guten Marktsituation weiterhin zu rechnen sei, müsse abgewartet werden. Denn welchen Einfluss das Ende der Milchquote, die niedrigen Ferkel- und Schweinepreis bei steigenden Futtermittel- und Düngemittelpreisen auf die Investitionsbereitschaft der Bauern habe, sei noch nicht absehbar.

Bezug nehmend auf die Ausbildungssituation der Berufsgruppe bemängelte Gerhard Feldmeier, dass es immer schwieriger werde, ausbildungsfähige Jugendliche zu finden, da immer mehr Jugendliche einen Studienplatz bevorzugten als eine Lehrstelle im Handwerk. Darüber hinaus werbe nach der Ausbildung die Industrie immer mehr gute Absolventen ab. „Ob das Flüchtlings- und Asylantenprogramm 3+2 die Ausbildungssituation im Handwerk überhaupt entschärfen kann, muss ebenfalls abgewartet werden“, sagte Obermeister Feldmeier, wobei er jedoch diesbezüglich große Bedenken habe. Anschließend bewilligten die 15 anwesenden der insgesamt 53 Innungsmitglieder in einer Abstimmung einstimmig, der Kreishandwerkerschaft Nordschwaben ein Darlehen in Höhe von 20000 Euro zur Finanzierung des bereits fertiggestellten „Handwerkerhaus“-Neubaus zu gewähren.

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