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Dillingen

16.07.2013

Neue B16 bis Ende 2015 fertig

Das 25-Millionen-Euro-Bauprojekt kommt trotz archäologischer Grabungen gut voran. Bis 2015 soll die Ortsumfahrung Dillingen der Bundesstraße 16 fertig sein.

Martin Hatzelmann vom Staatlichen Bauamt in Krumbach ist zuversichtlich, was die Ortsumfahrung Dillingen der Bundesstraße 16 betrifft: „Der Fertigstellungstermin Ende des Jahres 2015 ist aus unserer Sicht nach wie vor gültig.“ Dies versicherte er am gestrigen Morgen, als Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Georg Winter, Landrat Leo Schrell und Oberbürgermeister Frank Kunz sich über die aktuelle Lage des 25-Millionen-Euro-Projekts bei einem Baustellengespräch kundig machte. Auch die derzeit noch laufenden archäologischen Notgrabungen – bis zu 25 Grabungstechniker waren zwischendurch auf der Trasse – führten zu keinen Verzögerungen, sagte Hatzelmann.

Funde aus der Zeit der Römer

Grabungsleiterin Katja Urban von der Firma Archbau, Augsburg, hat mit ihrem Team bisher Funde – hauptsächlich Scherben – aus römischer Zeit, der Bronzezeit und dem Neolithikum gemacht. Fundamentsreste deuten auf eine frühe Besiedlung des Raumes hin. Beim finanziellen Aufwand für die Grabungen hat man sich laut Martin Hatzelmann total verschätzt. Ausgegangen war man von 100 000 bis 200 000 Euro. Die tatsächlichen Kosten dürften aber die Million leicht überschreiten.

Der abgeschobene Humus für die Trasse verbleibt vor Ort, versicherten die Leute vom Bau. Er werde für spätere Anböschungen bzw. bei der durchzuführenden Unternehmensflurbereinigung benötigt. Die Flurbereinigung wird notwendig, damit die Bewirtschaftbarkeit der Felder auch in Zukunft möglich ist. So fällt beispielsweise die bisherige Trasse von Hausen bis zur Straße zwischen Lauingen und Zöschlingsweiler weg und kann wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Dieser Streckenabschnitt ist bereits seit gestern vollständig gesperrt und wird derzeit abgefräst. Landtagsabgeordneter Winter bat bei dem Baustellengespräch darum, sicherzustellen, dass die begleitenden Wirtschaftswege entlang der neuen Bundesstraße später einmal bei Bedarf für Radwege genutzt werden können. Ein anderes Anliegen der Mandatsträger war die Dreistreifigkeit der Fahrbahn Richtung Günzburg, die man nicht aus dem Auge verlieren solle. Geht es nach den Plänen des Bauamtes wird die Straße, auf der bekanntlich nur noch im Bereich des dreistreifigen Ausbaus überholt werden darf, als Kraftfahrtstraße ausgewiesen, was den landwirtschaftlichen Verkehr ausschließt. Hatzelmann: „Dies wird aus Gründen der Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs gefordert.“

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