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Stadtrat

20.02.2013

Neue Nutzung für alte Mädchenschule

„Das ist ein sportliches Ziel, deshalb müssen wir jetzt umgehend die Planer beauftragen und Gas geben.“Hildegard Wanner

Höchstädter beschließen Sanierung. Trassenvarianten für Gasleitung diskutiert

Höchstädt Seit 1880 steht das gelbe Haus in Höchstädt – eines der ältesten Gebäude der Stadt. Wo einst die Mädchen zur Schule gingen, zwischenzeitlich Vereine und auch Krippenkinder Platz fanden, soll nun saniert werden – um erneut Platz für Höchstädter Schüler zu schaffen. Das hat der Stadtrat am vergangenen Montag einstimmig beschlossen. Die alte Mädchenschule, die direkt an den neuen Parkplatz hinter dem Marktplatz anschließt und nun gut sichtbar ist, soll ab dem nächsten Schuljahr vor allem Platz für drei Klassen der naheliegenden Berufsschule bieten. „Dies ist aber nur eine Übergangslösung“, so Bürgermeisterin Wanner. Voraussichtlich sollen die Schüler der Sozialpflege in der alten Mädchenschule kurzfristig unterrichtet werden. Dafür müsse aber das Gebäude dringend saniert werden.

Auf der Agenda steht nicht nur die Innen-, sondern auch die Außensanierung. Folgende Maßnahmen können laut Wanner bis September durchgeführt werden: Heizungs- und Elektroanlage verbessern, Fenster, Treppe und Wandoberflächen instand setzen, Fußbodenbeläge erneuern, brandschutztechnische Ertüchtigung, zweiten Rettungsweg installieren, Fassade auffrischen, inklusive Farbanstrich und neuer Sanitäranlagen. Eine erste Kostenschätzung für alle Maßnahmen, auch die Außenrenovierung der Spitalkirche inbegriffen, beläuft sich auf rund 350000 Euro. „Die Maßnahme ist grundsätzlich auch förderfähig. Aber nur, wenn das Gebäude nach der schulischen Verwendung noch einer anderen Nutzung zugeführt wird“, erklärte die Bürgermeisterin. Dafür müsse man aber noch ein Konzept erarbeiten. Im Raum stehen Vorschläge wie Mehrgenerationenhaus, Bürgerhaus oder Vereinsgebäude, so Wanner.

Im nächsten Schritt müsse aber erst der Dachstuhl gemacht werde. Doch bevor dies so weit ist, hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, dass die Außensanierung der alten Mädchenschule sowie die des Mittelgebäudes und der Spitalkirche gemacht wird. Zusätzlich sollen die drei Räume der Schule für die Klassen der Berufsschule hergerichtet werden. „Das ist ein sportliches Ziel, deshalb müssen wir jetzt umgehend die Planer beauftragen und Gas geben“, so Wanner.

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Nicht viel Zeit hat die Stadt Höchstädt auch für eine Stellungnahme zu den Plänen der neuen Erdgashochdruckleitung von „bayernnets“. Bis 22. März muss das Schriftstück bei der Regierung von Schwaben abgegeben werden und darin festgehalten sein, wie die Stadt die zwei Trassenvarianten beurteilt. Bei der Sitzung am Montag stellten Christine Böhmert und Franz Thielmann die Pläne den Räten vor. Vorgesehen ist eine Leitung von Finsing nach Amerdingen, im zweiten Abschnitt ist auch die Donaustadt betroffen. Im Zuge des Raumordnungsverfahrens werden die Trassen nun den betroffenen Gemeinden vorgestellt. Die Entscheidung trifft aber die Regierung von Schwaben. Eine Variante sieht die parallele Versorgung der Druckleitung zur schon bestehenden vor, eine andere Variante ist freier. Während die freie Trasse im Norden Höchstädts verläuft, würde die andere im Osten verlegt werden. Die östliche Trasse sieht eine Querung der Donau vor, die nördliche kommt bis auf circa hundert Meter an die Ortsbebauung von Schwennenbach heran.

Letzteres gefiel einigen Räten bei der Sitzung nicht. Auch Bürgermeisterin Hildegard Wanner sagte: „Wir waren uns schon im Fraktionstreff einig, dass wir die Trasse im Osten bevorzugen.“ Nun muss die Stadt Höchstädt im ersten Schritt für beide Trassen eine detaillierte Stellungnahme abgeben.

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