Newsticker

Spanien meldet Rekordzahl an Todesopfern binnen 24 Stunden
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Neue Wassergebühren in der Kritik

Bürgerversammlung

12.07.2019

Neue Wassergebühren in der Kritik

Die Gemeinde Wittislingen hat jahrelang zu wenig fürs Wasser verlangt. Jetzt wird es teurer. Bürgermeister Ulrich Müller erklärt, dass er 2020 nicht mehr antritt

Ein Besucher der Bürgerversammlung in Wittislingen wollte wissen, warum die Gemeinde 144000 Euro an das Pflegeheim Benevit überwiesen hat. Bürgermeister Ulrich Müller erklärte, dies sei ein Zuschuss der Gemeinde für den Bau eines Raums gewesen, den die Gemeinde für eigene Veranstaltungen nutzen könne.

Zwei weitere Wortmeldungen aus dem Kreis der Menschen, die in die Aula der Grundschule Wittislingen gekommen waren, hatten die Breitbandversorgung in der Marktgemeinde zum Thema. Bürgermeister Müller verwies dabei auf seine Aussagen zur Breitbandversorgung in seinem Bericht. Demnach habe die Telekom einen eigenverantwortlichen Ausbau im Ortskern der Marktgemeinde vollzogen, durch den mittels der Vektortechnik Bandbreiten von 50 bis 100 Mbit/s erreicht werden. Falls diese Werte bei den Wortmeldern nicht erreicht werden, müssten sie sich an die Telekom wenden, da die Gemeinde hier keine Abhilfe leisten könne.

Anders sehe es bei den Außenbereichen aus, also den Aussiedlerhöfen. Diese Randgebiete werden laut Bürgermeister Müller noch mit Glasfasern erschlossen, wobei die Gemeinde derzeit noch auf den beantragten Förderbescheid zum Ausbau warte.

Neue Wassergebühren in der Kritik

Der eigentliche Anlass für die Bürgerversammlung waren die Erhöhungen der Gebühren und Beiträge bei der Wasserversorgung. Nachdem Rechtsanwalt Klaus Spahn von der Kommunalberatung Schneider und Zajontz die Hintergründe in seinem Vortrag erklärte, meldeten sich einige Bürger. Sie kritisierten, die Gemeinde habe sich nicht frühzeitig um die seit Jahren vorhandene Unterdeckung bei den Wassergebühren gekümmert.

Auch das Defizit aus dem vergangenen Jahr musste nun in die rückwirkend zum 1. Januar geltenden neue Gebühren einberechnet werden, ebenso verteuern die seit Jahren hohen Wasserverluste die Gebühren. Ulrich Müller verwies auf den Vortrag von Rechtsanwalt Spahn und erklärte, dass vor den Wassergebühren erst einmal, wie vom Gemeinderat beschlossen, die Abwassergebühren in den Griff bekommen werden mussten. Referent Spahn bot den Versammlungsbesuchern an, dass er seine Ausführungen, die er auf der Bürgerversammlung vorgestellt hatte, auf die Internetseite der Gemeinde stellen könne – dann habe jeder die Möglichkeit, sie verständlich nachzulesen.

Eröffnet hatte Bürgermeister Müller die Versammlung mit dem Hinweis auf den Haushaltsplan 2019. Kämmerin Stefanie Reschnauer erläuterte das Zahlenwerk in einem kurzen Überblick, wobei sie gegenüber den Versammlungsbesuchern den Fokus ihrer Ausführungen besonders auf die Ein- und Ausgaben des Verwaltungshaushalts richtete.

Anschließend berichtete Ulrich Müller über aktuelle Themen wie die Depotsanierung sowie die Ernennung der Schule zur Schwerpunktschule für Informationstechnik und Robotik mit Alleinstellungsmerkmal. Außerdem gab Müller einen Überblick über die Situation von Kindergarten und Kinderkrippe und wies darauf hin, dass mit den Erschließungsarbeiten im Baugebiet Ende August/Anfang September begonnen werde.

Auf der Bürgerversammlung gab Ulrich Müller auch bekannt, dass er aus „sehr persönlichen Gründen“ im Jahr 2020 nicht mehr als Bürgermeister kandidieren werde (wir berichteten). Dennoch lägen ihm bis dahin weiterhin die mittel- und langfristigen Aufgaben „Gewerbeansiedlung, Innenentwicklung der Gemeinde sowie Liquidität erzeugen“ am Herzen. Mit Blick auf die Demografie sei es besonders wichtig, so der Rathauschef, dass die Gemeinde bei der Innenentwicklung den Eigentümern beratend zur Seite steht.Symbolfoto: Lienert

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren