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Stellungnahme

20.05.2015

Neuen Vorstoß begrüßt

Leo Schrell
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Leo Schrell

Die Bewertung von Ulrich Lange, Georg Winter und Leo Schrell

Als konstruktiv bezeichnen Landrat Leo Schrell, Stimmkreisabgeordneter Georg Winter und Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange die Stellungnahme des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie zum 2. Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2024.

Während die Bundesnetzagentur eine Nord-Süd-Gleichstromverbindung von Wolmirstedt nach Gundremmingen nach wie vor für notwendig erachtet, greift das bayerische Wirtschaftsministerium in seiner Stellungnahme im Prinzip die von Schrell, Winter und Lange bereits im November 2014 erhobenen Forderungen auf, neue Trassenschneisen im Zuge der Planung neuer Stromtrassen zu vermeiden.

So geht aus der Stellungnahme des Ministeriums hervor, dass bei einem weitergehenden Ausbau für neue Leitungen die konsequente Nutzung von Bestandstrassen gefordert wird. Zudem fordert das Ministerium, dass neue Möglichkeiten, Wechsel- und Gleichstromsysteme auf einem Mastgehänge zu führen, konsequent realisiert und bei der Möglichkeit der Erdverkabelung größtmögliche Flexibilität geschaffen werden müsse.

„Dies waren und sind auch unsere Forderungen, für den Fall, dass sich die Planung neuer Stromtrassen zur Sicherstellung der Energieversorgung in Bayern nach der Abschaltung des Kernkraftwerkes Gundremmingen belastbar begründen lässt“, betont Schrell.

Aus der Stellungnahme des Ministeriums geht zur Planung künftiger Strom-trassen hervor, dass im Falle des Bedarfsnachweises für die HGÜ-Verbindung SuedLink eine Stammstreckenführung weitgehend auf Bestandstrassen bis zum Netzverknüpfungspunkt Gundremmingen gefordert wird. Gleichzeitig soll die umstrittene Gleichstrompassage Süd-Ost mit Anfangspunkt Wolmirstedt und einem bisherigen Endpunkt Gundremmingen substanziell verkürzt und ein neuer südlicher Endpunkt geprüft werden. Damit wäre – so Winter, Lange und Schrell unisono – der Endpunkt Gundremmingen für die Verbindung nach Wolmirstedt quer durch Bayern und Nordschwaben nach bayerischen Vorstellungen vom Tisch. Dadurch würde eine neue Trassenschneise vermieden.

MdB Ulrich Lange hält dies für sinnvoll. „Bayern hat damit einen tragfähigen Vorschlag vorgelegt. Jetzt ist Wirtschaftsminister Gabriel am Zug. Auch die bayerische SPD sollte sich positionieren und den bayerischen Vorschlag unterstützen. Dieser ist im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger.“

„Der Vorschlag berücksichtigt die begründeten Bedenken des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes im Landkreis Dillingen“, freut sich Schrell. MdL Georg Winter hatte bereits am Rande der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion zu Beginn des Jahres Ministerpräsident Horst Seehofer und Ministerin Ilse Aigner vorgeschlagen, bei der Planung neuer Stromtrassen, so sie notwendig seien, den Fokus auf eine Bündelung mit vorhandener Infrastruktur wie Bundesautobahnen oder bestehender Strom-trassen zu legen und auf neue Trassenschneisen zu verzichten.

Schrell, Winter und Lange sehen in der Stellungnahme des Bayerischen Wirtschaftsministeriums eine Bestätigung der kritischen Haltung des Landkreises und vieler Gemeinden, die sich während des Konsultationsverfahrens insbesondere aus Gründen des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes gegen einen Verlauf der Gleichstrompassage Süd-Ost durch den Landkreis ausgesprochen haben. „Wir müssen die weiteren Planungen dennoch kritisch und aufmerksam begleiten“, fordert Schrell ein gemeinsames Agieren aller Verantwortlichen in Nordschwaben. Sollte es tatsächlich zu einer Anbindung des Netzverknüpfungspunktes Gundremmingen mit der HGÜ-Verbindung SuedLink kommen, wollen sich Schrell, Winter und Lange dafür einsetzen, dass der Forderung nach größtmöglicher Flexibilität bei der Erdverkabelung Rechnung getragen wird. (pm)

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