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Haushalt

22.06.2016

Neues Feuerwehrauto für Ziertheim

Nicht nur der Kauf des Fahrzeuges belastet die Kasse der Gemeinde. Wofür noch Geld ausgegeben wird

34 Jahre hat das alte Ziertheimer Feuerwehrauto schon auf dem Buckel. Das ist zu viel – findet die Gemeinde und investiert in ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Ziertheim-Dattenhausen. Weil das alte aber noch genutzt werden könne, so Bürgermeister Thomas Baumann, bekommen es nun die Reistinger – denn die hatten bisher nur einen Anhänger für einen Traktor. „Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Und die bisherige Ausrüstung ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Baumann. Für das Feuerwehrhaus in Dattenhausen habe es vor einigen Jahren einen Zuschuss gegeben, und zwar unter der Bedingung, dass auch ein neues Feuerwehrauto angeschafft wird, fährt der Bürgermeister fort.

Der Kauf des Fahrzeugs belastet in diesem Jahr den Haushalt der Gemeinde, der vor Kurzem verabschiedet wurde. Etwa 220000 Euro sind dafür eingeplant. 41000 Euro gibt es an Zuschussgeldern. Auch in die Wasserversorgung investiert die Gemeinde in diesem Jahr. 31000 Euro sind in den Haushalt eingeplant. „Wir haben Probleme mit den Wasserleitungen. Die sind alt und müssen nach und nach saniert werden“, sagt Thomas Baumann. Außerdem werden Zonenschächte gebaut, die mit Datenloggern versehen sind. Damit werden die Daten direkt an die Landeswasserversorgung übertragen. „Man sieht dann sofort, dass es einen Wasserrohrbruch gibt, und kann eingrenzen, wo er ist“, sagt Baumann im Gespräch mit unserer Zeitung.

Geld hat die Gemeinde bereits für Grunderwerb ausgegeben. Zwei landwirtschaftliche Grundstücke und das ehemalige Sparkassengebäude, in dem auch die Sitzungen des Gemeinderates stattfinden und der Bürgermeister sein Büro hat, wurden gekauft. Bisher waren die Räumlichkeiten im ehemaligen Sparkassengebäude nur angemietet. Die Gemeinde hat für diese Käufe bisher 177000 Euro ausgegeben. Wegen all dieser Maßnahmen ist im aktuellen Haushalt eine Kreditaufnahme von 200000 Euro vorgesehen. „Es bleibt keine andere Möglichkeit“, sagt Bürgermeister Baumann. Daneben ist eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von rund 221000 Euro nötig. Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt ist in diesem Jahr nicht möglich.

Ein Blick auf die geplante Verschuldung der Gemeinde zeigt einen deutlichen Anstieg. Sind es 2016 noch 961798 Euro, sollen es 2020 schon 1,37 Millionen sein. Damit steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von derzeit 963 auf 1379 Euro – der Landesdurchschnitt liegt derzeit bei 573 Euro. Zu leiden hat die Gemeinde unter der hohen Kreisumlage – in diesem Jahr macht sie 31 Prozent der Ausgaben des Verwaltungshaushaltes aus. Trotzdem ist Baumann mit dem Haushalt zufrieden. „Man musste auf nichts verzichten. Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir untergebracht.“

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