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Altstadt Wertingen

17.06.2017

Neues Wohnen am Ochsengäßchen

Das ehemalige Mehlergebäude mit Laden an der Ecke Pfarrgasse/Ochsengäßchen muss einem Neubau weichen.
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Das ehemalige Mehlergebäude mit Laden an der Ecke Pfarrgasse/Ochsengäßchen muss einem Neubau weichen.

Neubauprojekt in Wertingen macht aus zwei Gebäuden eines. Die ehemalige Schreinerei wird abgerissen. Das Ladengeschäft soll wiederbelebt werden

Eine markante Stelle in der Altstadt war Thema im Bauausschuss des Stadtrates Wertingen am Mittwochabend. Die Rede ist von dem Anwesen der ehemaligen Schreinerei Mehler an der Ecke Pfarrgasse/Ochsengäßchen. Eigentümer Markus Balletshofer hatte für die seit einiger Zeit leer stehenden beiden Gebäude auf diesem Areal einen Antrag auf Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit Gewerbeeinheit und Garagen gestellt.

Ehe der Aussschuss dem Neubau einstimmig seine Zustimmung erteilte, meldete er mehrere Nachbesserungswünsche an. Der Bauherr plant ein zweistöckiges Gebäude in L-Form. In diesem zusammenhängenden Winkelbau sollen sechs Wohnungen Platz finden, zusätzlich zwei Wohnungen im Dachgeschoss. Der Innenhof mit acht Stellplätzen ist über eine Durchfahrt vom Ochsengäßchen aus zu erreichen. Die Dachneigung wurde in ähnlicher Weise geplant wie beim Altbestand, berichtete Stadtbaumeister Anton Fink in der Bauausschusssitzung. Ein Neubau sei notwendig geworden, da die alte Bausubstanz aus statischen Gründen eine Renovierung nicht zulasse. Geplant ist wieder ein Ladengeschäft an der Seite zur Pfarrgasse hin.

Der Stadtbaumeister machte auf einige Details aufmerksam, für die er sich eine Nachbesserung wünscht. Allen voran die im Plan vorgesehenen Dachvorsprünge, die nicht üblich im Altstadtbereich von Wertingen seien. Fink: „Es macht Sinn, bei so einer Lage genau hinzuschauen.“ Der Bau müsse der denkmalwürdigen Umgebung gerecht werden. Dachvorsprünge seien für Gebäude im schwäbischen Stil nicht typisch.

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Auch müssten die Dachgauben zurückversetzt werden, erklärte Fink, für die Dacheindeckung sei Biberschwanz zu empfehlen. Wichtig ist dem Stadtbaumeister auch die Gestaltung der Fassade, für die der Bauherr den städtischen Farbberater Helmut Röhm in Anspruch nehmen kann. Die Einrahmung der Fenster, eine Andeutung von Gesimsen, wie sie bei schwäbischen Häusern gegeben ist, könnte durch Farben hervorgehoben werden.

Die im Bauausschuss vertretenen Stadträte und Bürgermeister Willy Lehmeier stimmten mit Finks Überlegungen überein. Zweiter Bürgermeister Johann Bröll befand es für „positiv, wenn sich im Innenstadtbereich wieder etwas entwickelt“. So wäre es fatal, wenn sich in der Pfarrgasse im Bereich des Ladengeschäfts nichts mehr täte. Ein künftiger Laden könne die weitere Entwicklung gut beeinflussen und eine passende Verbindung von der Mühlgasse über den Kirchhof zum Marktplatz sein. Wichtig sei es jedoch, für ein geschlossenes Stadtbild kleine Details zu berücksichtigen, meinte auch Bröll.

Im Beschluss, den der Bauausschuss letztlich einstimmig fasste, wurde festgelegt, dass der Bauherr auf den Dachüberstand verzichten und die Dachgauben zurückversetzen muss. Außerdem soll er mit dem Farbberater die Gestaltung der Fassade entwickeln. "Diese Woche

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