Newsticker
RKI warnt vor Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Nicht mehr sicher: Die Kastanie am Donauufer in Lauingen muss raus

Lauingen

21.09.2020

Nicht mehr sicher: Die Kastanie am Donauufer in Lauingen muss raus

300 Jahre ist die Kastanie an der Kneippanlage in Lauingen alt. Jetzt muss sie entfernt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.
Bild: Stadt Lauingen

Der 300 Jahre alte Baum am Lauinger Donauufer ist nicht mehr standsicher. Deshalb wird die Segrépromenade gesperrt und der Baum entfernt.

Bei einer routinemäßigen Überprüfung der Bäume am Donauufer entlang des Altenheims der Hospitalstiftung in Lauingen wurde bereits im Juni festgestellt, dass die Standsicherheit der Rosskastanien beim Kneippbecken am sogenannten „Oderloch“ Mängel aufweist. Wegen der vielen Spaziergänger und Radfahrer auf dem Weg wurde seitdem der Bereich vom städtischen Bauhof mit Absperrungen gesichert. Mit den anschließenden Untersuchungen sollte ermittelt werden, ob die Kastanien erhalten werden können oder ob eine Fällung in Betracht gezogen werden muss. Eine eingehende Prüfung wurde daraufhin in die Wege geleitet, denn die rund 300 Jahre alten, mächtigen Bäume sind prägend für das Bild des Uferbereichs.

Für die Untersuchungen hat die Stadt Lauingen laut einer Pressemitteilung deshalb größtmögliche fachliche Kompetenz zur Beratung hinzugezogen, wie den Baumsachverständigen Frank Rinn aus Heidelberg, Forsttechniker Oliver Binswanger, Jörg Dorschfeldt von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Die Untersuchung der Standsicherheit wurde unter anderem von Frank Rinn mittels Messung mit Schalltomografie durchgeführt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Noch ein weiterer Kastanienbaum weist Schäden auf

Die Untersuchung wurde vor kurzem abgeschlossen und hat ergeben, dass die näher zum Altenheim stehende Rosskastanie im Stammfuß und an den Wurzeln so gravierende Mängel aufweist, dass eine Fällung unumgänglich ist. Die unmittelbar danebenstehende Kastanie weist zwar ebenfalls Schäden im Stamm auf, diese sind jedoch für die Statik nicht entscheidend.

An der Baumkrone werden in den nächsten Jahren regelmäßig leichtere Rückschnitte vorgenommen und eine Trag-Halte-Sicherung eingebaut, um die zur Donau weit ausladenden unteren Äste zu sichern. Eine eingehende visuelle Kontrolle wird einmal jährlich und eine erneute technische Untersuchung im Jahr 2025 durchgeführt.

Aufgrund dieser Erkenntnisse aus dem Standsicherheitsgutachten wurde vom Stadtbauamt die Fällung der schadhaften Rosskastanie beziehungsweise die Baumpflege an der Kastanie daneben veranlasst, heißt es in der Pressemitteilung. Noch in dieser Woche wird mit der Maßnahme begonnen, sie sollte bis spätestens Montag, 28. September, abgeschlossen sein. Die Segrépromenade entlang des Altenheims muss für die Dauer der Arbeiten für den Fußgänger- und Radverkehr komplett gesperrt werden. (pm)

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren