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06.08.2007

Nur noch eine reine Grundschule

Zusamaltheim (wela) - Nun gehört der Teilhauptschulstandort Zusamaltheim der Vergangenheit an: Mit einer formellen Information an den Gemeinderat gab der Zusamaltheimer Bürgermeister Wolfgang Grob die Schließung der Teilhauptschule bekannt.

Grundlage der Entscheidung war laut Schulverband die erwartete Entwicklung der Schülerzahlen: Von derzeit 24 Klassen werden laut Hochrechnung bis zum Schuljahr 2012/2013 nur noch 16 übrigbleiben - und die haben in Wertingen ausreichend Platz.

Doch kann sich die Gemeinde immerhin noch über eine Hauptschulklasse freuen, die als Außenstelle Wertingens in Zusamaltheim verbleibt. Aus 84 Schülern in der 5. Klasse werden nun doch statt drei erfreuliche vier Klassen gebildet, und eine davon ist in Zusamaltheim vorgesehen.

Fünftklässler aus Laugna

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Bürgermeister Wolfgang Grob stellte aber klar, dass dies nur durch die Zuführung der Fünftklässer aus Laugna möglich ist. Den Grundschulsprengel betrifft dies übrigens nicht. Auch hat die ganze Diskussion um die Hauptschule nichts mit der Sicherung der Grundschule zu tun: "Der Grundschulstandort ist nach heutigem Ermessen nicht in Gefahr", verdeutlichte Grob am Montagabend, "da wird alles getan, um die kleineren Schulen zu erhalten." Dennoch hat die Schließung der Teilhauptschule als direkte Auswirkung den Abzug der ausgelagerten Klassen aus dem Schulgebäude Roggden zur Folge. "Natürlich wollten die Roggdener Eltern gerne die Schule im Ort behalten", sagte Wolfgang Grob, "aber da nun die sechste Klasse fehlt und heuer auch nur eine erste Klasse gebildet werden kann, sind die Räumlichkeiten in Zusamaltheim vorhanden."

Zweifelsohne werden auch Kostengründe und logistische Schwierigkeiten dafür verantwortlich sein, obwohl die Eltern bisher oft in Eigenleistung Fahrdienste zwischen den Schulen erbracht haben. Nun wird also der Mietvertrag zwischen der Stadt Wertingen und Zusamaltheim gekündigt und das Schulgebäude in Roggden der Stadt Wertingen zu eigener Verwendung zurückgegeben.

Gewundert hat sich Bürgermeister Wolfgang Grob übrigens über ein Gerücht, das ihm von mehreren Seiten zugetragen wurde: " Ich wurde gefragt, ob da ein Asylbewerberheim reinkommt", berichtete Grob in der Sitzung, "ich weiß nicht, woher das Gerücht kommt, vielleicht, weil das Heim in Zusamaltheim geschlossen wurde."

Da die Regierung von Schwaben, Träger der Gemeinschaftsunterkünfte, derzeit aber keine weiteren Häuser anmietet - die Zahl der Asylbewerber hat rapide abgenommen - ist das wohl sehr unwahrscheinlich. "Aber ich möchte deutlich machen: Es würde Zusamaltheim nichts angehen", stellte Grob klar, "was die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes damit macht, ist ihre Sache."

Buchstäblich "im Wald" standen Gemeinde und einige weitere Anlieger vor einiger Zeit, als ein privater Anlieger einen Weg, der unter anderem sein Waldgrundstück querte, für die Durchfahrt sperrte. Begründung: Der Weg sei nicht im öffentlichen Wegeverzeichnis und damit Privatbesitz. Die hinter diesem Weg liegenden Grundstücke waren nicht mehr erreichbar. "Warum der Weg damals nicht in das Wegeverzeichnis aufgenommen wurde, weiß man wohl nicht mehr", sagte Bürgermeister Wolfgang Grob zu seinen Gemeinderäten, "aber der Weg ist da und wird genutzt." Das gestattet normalerweise die Nutzung, aber die Gemeinde ist gehalten, die Rechtslage zu klären. "Um einen Weg öffentlich-rechtlich widmen zu können, müssen die Anlieger einverstanden sein", erklärte Grob und berichtete, dass man sich bereits mit den betroffenen Waldbesitzern getroffen habe, um eine Lösung zu finden. Bei einer solchen Widmung bleibt der Weg im Eigentum der Grundstückseigner, diese müssen schriftlich zustimmen, dass der Weg ins öffentliche Wegeverzeichnis aufgenommen wird. Dieses wird nun vorbereitet, nach erfolgter Zustimmung wird der Gemeinderat dann den Beschluss zur Widmung fassen. Dann wird sich der Rat auch mit der Bitte befassen, den Stichweg für die Durchfahrt von Nicht-Anliegern zu sperren. Ferner wünschen sich die Anlieger, dass die Gemeinde die Unterhaltung des Weges übernimmt.

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