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Landkreis Dillingen

19.06.2019

"Ökopopulismus": Das sagen Leser zum Thema Umweltschutz

Die Themen Umweltschutz und Blühstreifen bewegen die Leser im Landkreis Dillingen.
Bild: Kerstin Weidner, Landratsamt Neu-Ulm (Symbol)

Beim Thema Umweltschutz gehen die Meinungen auseinander. Einige Leser kritisieren, dass es derzeit eine "Hysterie" gebe.

Die Themen Umweltschutz und Blühstreifen bewegen die Leser im Landkreis Dillingen. Hier einige Leserbriefe zum Nachlesen:

Leserbrief zu „Wie Bayern aufblühen will“ (hier finden Sie den Artikel):

Marion Widmann, Höchstädt: Alle Aktionen zur Bereicherung der Natur sind lobenswert. Schön, dass es hier auch Aktionen der Landwirte selber gibt. Damit dies auch allen heimischen Arten zu Gute kommt, ist allerdings die Verwendung von in der Region heimischen Pflanzenarten absolut wichtig. Derzeit bestehen die verwendeten Samenmischungen leider weitgehend aus (zwar blühenden) Kulturarten, die bei uns nicht heimisch sind. Hier wäre noch ein großes Potenzial zur Optimierung dieser Aktionen. Auch eine längerfristige Bereitstellung (dazu gibt es auch Förderprogramme) würde den Effekt der Maßnahmen verbessern. So könnten viele heimische Tier- und Pflanzenarten gefördert werden, nicht nur die Biene, die nur als Slogan gedient hat (dabei war übrigens nicht die Imkerbiene, sondern die Vielzahl der heimischen Wildbienen gemeint).

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Zu den Leserbriefen über Blühstreifen:

Michael Scherer, Landwirt, Bergheim: Wie stellen sich die selbst ernannten Sheriffs und Gärtner und viele andere, die nicht aus der Deckung gehen, eine ordnungsgemäße Pflege der Ackerrandstreifen sowie Straßen- und Wegeränder denn vor? Brauchen wir hier in Zukunft ein zertifiziertes Acker-/Wegerandstreifenpflegemanagement? Sollen die Beauftragten bei jedem Streckenabschnitt einen Ansprechpartner suchen, wie sie es dort haben möchten? Wann, wie oft, wie hoch oder überhaupt soll denn gemäht oder doch gemulcht werden? Regeln diese Ansprechpartner dann auch den Winterdienst oder machen das wieder andere? Lasst die Leute ihre Arbeit machen wie es Ihnen aufgetragen wird und nehmt von mir aus Einfluss auf die Vorgesetzten, aber alles mit Maß und Ziel und vor allem langfristig.

Zum Artikel: „Grüne wollen den Klimanotstand im Kreis ausrufen“ (hier finden Sie den Artikel):

Uwe Pranghofer, Dillingen: Da sind sie nun, die Grünen im Landkreis. Wie von den Toten auferstanden melden sie sich zu Wort, um dem Ökopopulismus ihrer Partei gerecht zu werden. Nun hat ihnen Greta den Weg gewiesen. Die allheilbringende Prophetin der neuen Glaubensrichtung Klimaschutz hat in den Landkreis Dillingen ihre Jünger entsandt.

Nein, keine einzelnen Umweltschutz-Aktionen sind geplant, sondern es soll gleich der Klimanotstand ausgerufen werden. Da stellt sich mir nun die Frage, wo waren sie denn, die Grünen, die letzten 15 Jahre? Wo waren die Proteste gegen das kontinuierliche zupflastern von Grünflächen im Landkreis? Wo waren die Konzepte für autofreie Innenstädte in Landkreis? Wo waren die Aktionen gegen den steigenden Lkw-Verkehr durch die Mautpreller-Achse A7-A8? Wo war die Unterstützung für einen flächendeckenden Breitbandausbau, um Menschen auf dem ländlichen Raum eine Arbeit von zu Hause zu ermöglichen? Wo waren die Vorschläge, um den öffentlichen Nahverkehr auszubauen? Wo war der Aufschrei bei der Planung der Flutpolder? Weitere unzählige Fragen würden den Rahmen eines Leserbriefes sprengen! Wir können uns also jetzt schon freuen, dass wir in Kürze eine autofreie Königstraße mit viel Grünflächen, spielenden Kindern und vielen Sitzmöglichkeiten in Dillingen genießen können.

Zum gleichen Artikel:

Hubert Mayer, Schwenningen: Nun haben die Klimafanatiker auch den Landkreis Dillingen erreicht. Während es früher in der Demokratie lautete, dass das politische Handeln dem Wohl des deutschen Volkes dienen soll, wird dieses nun –von den Grünen sowieso als überflüssig betrachtet – durch das Klima ersetzt. Ab sofort sollen alle Beschlussvorlagen im Kreistag sich eben an jenem sich seit Urzeiten wandelnden Klima orientieren. Als Grundlage hierfür soll die Theorie dienen, dass der Mensch für den geglaubten oder auch tatsächlichen Klimawandel verantwortlich zeichnet. Es ist aber wissenschaftlich unbestritten, dass der Mensch aber eben nur knapp drei Prozent jener Emissionen verursacht, die für einen eventuellen Klimawandel verantwortlich sind. Jeder, der jemals eine Statistik-Vorlesung besucht hat, weiß, dass die von den Klimafanatikern gebrauchte These zumindest auf Grundlage der allgemeinen Wissenschaft so kaum gehalten werden kann. So warnen in den USA 31000 Wissenschaftler vor jener rein politischen Agenda der Erderwärmung.

Solche Vorgänge werden in der Diskussion in Deutschland entweder diffamiert oder gleich verschwiegen. Aber wo es an Fakten fehlt, kommt der Glaube gerne hinzu. Übrigens kann man diese derzeitige Hysterie durchaus mit der Kulturrevolution in China vergleichen, als auch dort aufgeheizte Kinder mit der Mao-Bibel in der Hand jeden Andersdenkenden auf Linie brachten. Wenn man ehrlich ist, geht es doch nur darum, den deutschen Steuerzahler weiter zu schröpfen. Vielleicht wäre es besser, statt des Klimanotstandes den Bildungsnotstand im Kreis auszurufen. Zumindest sehe ich hierfür mehr Anzeichen als für einen Klimawandel.

Lesen Sie zum Thema Klimaschutz auch:

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