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Konzert

03.07.2019

Operettenklänge und Schlager in der Schulaula

Die Chorgemeinschaft Wittislingen mit ihrem Dirigenten Winfried Häußler gab ein hervorragend aufgenommenes Konzert in der Aula der Volksschule.
Bild: Gernot Walter

Die Chorgemeinschaft Wittislingen, eine Volksmusikgruppe und Trompetensolist Josef Hegele erfreuen die Besucher in der Marktgemeinde

Die sängerische Kultur wird in der Marktgemeinde Wittislingen großgeschrieben. Davon kündeten der Publikumszuspruch in der Aula der Grund- und Mittelschule am vergangenen heißen Sonntagabend und die Qualität der musikalischen Darbietungen. Die gastgebende Chorgemeinschaft bot ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm, das durch die neugegründete Volksmusikgruppe erweitert wurde. Diese hatte mit Polkas und Walzer einen gern gehörten Auftritt.

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Die Gebrüder Rainer und Kurt Güntner an Gitarre und Kontrabass, Hans-Dieter Prifling (Hackbrett, Gitarre) sowie Winfried Häußler an der Harmonika bildeten ein eingespieltes Quartett. Die Zuhörer bekundeten beifallsfreudig ihre Zustimmung und ließen sich bei den Liedern „Tief drin im Böhmerwald“ und „Steig ich den Berg hinauf“ gerne zum Mitsingen auffordern.

Bei der Auswahl der Stücke hatte Chorleiter Winfried Häußler ein glückliches Händchen. Die Operettenklänge im ersten Teil, die Schlagermelodien danach und eigene Arrangements erfreuten die Besucher.

Operettenklänge und Schlager in der Schulaula

Ein Glanzpunkt war der souveräne Auftritt von Trompeter Josef Hegele, der einfühlsam und mit virtuosen Anteilen den Postillon in der „Post im Walde“ glanzvoll meisterte. Der Sängerverein summte stimmig begleitend den Akkordunterbau dazu. Mit sechs Sopranen, neun Altistinnen, drei Tenören und zwei Bässen hat die Gemeinschaft Kammerchorformat. Dirigent Winfried Häußler bevorzugte einen transparenten Klang, achtete auf gute Artikulation und stimmliche Ausgewogenheit.

Die „Polka schnell“ von Johann Strauß „Leichtes Blut“ gelang spritzig, temperamentvoll, der Wiener-Blut-Walzer beschwingt und rhythmisch elegant. Schön bei „Violetta“ aus „La Traviata“ von G. Verdi, wie die Männer die Gegenmelodie zur Frauenmelodie gestalteten und im umgekehrten Fall von den weiblichen Stimmen profitierten. Andreas Schneider unterstützte am E-Piano wirkungsvoll die Chorbeiträge und war ein Garant für das gute gemeinsame Gelingen. „Wenn auch die Jahre vergehen“, der Harry Belafonte-Song „Wo meine Sonne scheint“ und der ABBA-Hit „I have a dream“ erklangen satztechnisch interessant und melodieverwöhnt.

Sehr gut einstudiert als einen beachtlichen A-cappella-Satz „The lion sleeps tonight“. Genauso differenziert brachte die Chorgemeinschaft „Küss mich, halt mich, lieb mich“ aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das Chorleiter Häußler volksliedhaft vierstimmig gesetzt hat. Bei seinem Arrangement über griechische Melodien (Mystiko, Siciliano, Kiriaki) nützte Häußler die Kenntnis der klanglichen Möglichkeiten seines Ensembles, das die im Original gesungenen Liebeslieder beherzt interpretierte. Vorsitzender Hans-Dieter Prifling, von Ludwig Schwenkreis assistiert, hat fachmännisch die Programmfolge anmoderiert.

Er dankte den Mitwirkenden und Verantwortlichen für ihren Einsatz und dem Publikum für den riesigen Beifall. Die griechische Zugabe vereinte Chor, Volksmusikgruppe und den Trompetensolisten zu einem krönenden musikalischen Abschluss.

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