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12.06.2009

Pauli zwischen Aufstieg und Fall

Landkreis Die Frontfrau der Freien Wähler, Gabriele Pauli, strebt eine erweiterte politische Einflussnahme im Bundestag an. Zu diesem Zweck will sie nun eine eigene Partei gründen - ein Vorhaben, mit dem sie am Sonntag kurz nach der Europawahl die Führung der Freien Wähler überrumpelte. Auch im Landkreis Dillingen wird der Plan der Politikerin angeregt diskutiert.

Die Führungsspitze der Jungen Freien Wähler Augsburg/ Dillingen erklärt, für eine zügige Parteigründung und einer anschließenden Bundestagskandidatur seien die FW momentan nicht zu haben, da es laut Pressemitteilungen noch einiges an Aufbauarbeiten zu leisten gäbe. Für das Jahr 2013 könne eine bundesweite Etablierung der politischen Gruppierung grundsätzlich angedacht werden, da der Ausgang der Europawahlen sich für die Jungen Freien Wähler als durchwegs zufriedenstellend erwiesen hatte.

Sowohl Landrat Leo Schrell als auch der Kreisvorsitzende der FW und Holzheimer Bürgermeister Erhard Friegel stimmen den Jungen Freien Wählern zu, dass eine Teilnahme an der Bundestagswahl im Moment nicht wünschenswert sei. Leo Schrell möchte keine Kritik an Gabriele Pauli üben, er betont lediglich, dass sie sich definitiv zwischen den Freien Wählern oder einer Parteigründung entscheiden müsse. Wenn sie für letztere Alternative plädiert, so könne und solle sie das laut dem Landrat tun - jedoch ohne die FW.

Friegel: Im Landtag erst richtig Fuß fassen

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Konsequenzen für die Freien Wähler aufgrund der Tumulte um Paulis Vorhaben befürchten weder Schrell noch Friegel, der überdies noch die Notwendigkeit betont, zu diesem Zeitpunkt ordentliche politische Arbeit zu leisten. Statt in den Bundestag aufzustreben, sei es nötig, die erfolgreiche kommunale Arbeit weiter zu vertiefen und richtig im Landtag Fuß zu fassen.

Verurteilen möchte auch der Kreisvorsitzende Friegel der FW die Entscheidung der Politikerin nicht. Er macht einzig auf die Erfolge aufmerksam, die Pauli bei den Freien Wählern bereits zu verzeichnen hat, und drückt sein Bedauern über ihren möglichen Ausstieg aus - dies sei aber die "Demokratie des Lebens".

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