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24.04.2015

Philadelphia mit Parmesan und Birnensoße

In die Vitrine der Eisdiele „Veneto Eiscenter“ passen viele Eissorten auf ein Mal hinein.
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In die Vitrine der Eisdiele „Veneto Eiscenter“ passen viele Eissorten auf ein Mal hinein.

Die Eisdielen erleben einen Ansturm. Dabei reißt die Beliebtheit der Grundsorten nicht ab. Die Fantasie der Hersteller aber auch nicht

von Julia Sewerin

Lange hat es gedauert, doch jetzt ist die Sonne endlich da. Und mit ihr kommen nicht nur die Frühlingsgefühle. Die Lust auf Eis steigt ebenfalls. Das merken auch die Eisdielen-Betreiber im Landkreis. Erminio Pennacchia, Besitzer des Segafredo-Cafés in Dillingen, bestätigt: „Es ist viel los. Man merkt richtig, da ist Nachholbedarf bei den Leuten.“ Aber welche Sorten sind die beliebtesten? Wird es diesen Sommer neue geben? Und kommt das Eis überhaupt aus eigener Produktion?

Die Klassiker Schokolade, Vanille, Stracciatella, Pistazie, Erdbeere und Nuss sind laut Alessandro Tosato, dem Besitzer des Eiscenters Veneto in Dillingen, weiterhin die am häufigsten gewählten Eissorten. „Standardsorten musst du immer da haben“, sagt Tosato, „alles andere variieren wir jede Woche.“ Im Segafredo sind die Geschmacksrichtungen Rocher und Melone der absolute Renner, erzählt dagegen Pennacchia. „Kinder Bueno“ und Waldbeere sind dafür im Café Venezia in Dillingen neben den Grundsorten sehr beliebt, erzählt Sebastiano Maugeri. „Aber wir wechseln von Zeit zu Zeit“, sagt er. Im Eiscafé Verdi in Höchstädt schlecken die Eisgenießer die Sorte Butterkeks genauso gerne wie Vanille, verrät Fabio de Nadal. Und: „Auch die exotischen Sorten wie Mango und Tropical kommen bei den Gästen sehr gut an“. Bei Kindern sei vor allem die Sorte „Schlumpf“ beliebt. Dieses besteht aus Karamell, Banane und Farbstoffen. „Anfangs war ich skeptisch wegen den Farbstoffen“, sagt de Nadal, „aber die Kinder lieben es und weinen sogar, wenn es nicht da ist.“ Dieses Jahr bietet er zudem Bitterschokolade mit Orangensoße an. Und auch die anderen Eisdielen haben Neues für den Genießer parat.

„Fantasie ist angesagt“, erzählt Tosato. Im Veneto wird es deshalb nächste Woche die Geschmacksrichtung Philadelphia mit Parmesan und Birnensoße geben. Im Segafredo gibt es in dieser Saison Joghurt mit Ananas und Mango. Das Eiscafé Ciprian tüftelt noch an neuen Ideen. Für Allergiker haben die Besitzer Daniela und Dani aber schon vorgesorgt: Es gibt Natureis, ohne Farbstoffe und Pulver.

Für alle Eisdielenbetreiber sei es eine Selbstverständlichkeit, dass das Eis aus eigener Produktion kommt. Die meisten Eismacher haben gleich zwei Eismaschinen, wie sie erzählen. Sei es um eine Ersatzmaschine da zu haben, falls eine kaputt geht. Oder um die Produktion in Frucht– und Milcheis zu trennen. Laut Alessandro Tosato, vom Veneto, kann man mit zwei Maschinen einfach schneller arbeiten. Aber die Hauptsache sei: Das Eis ist selbst gemacht und lecker. Ob jemand nun lieber Frucht– oder Milcheis mag, hängt laut Tosato manchmal auch vom Wetter ab. „Bei schlechten Wetter essen die Leute lieber Milchsorten, bei hohen Temperaturen eher Fruchteis.“ Das bestätigt auch Cono Fusco, der Betreiber des Eiscafés Salerno in Gundelfingen. Er macht sein Eis seit 20 Jahren selbst und setzt bei gutem Wetter vor allem auf eine große Auswahl an Fruchtsorten, wie Limette, Granatapfel oder Mandarine.

Und auch im Lauinger Eiscafé Venezia wird das Eis in eigener Produktion hergestellt. Die neuen Sorten für diese Saison hat der Besitzer Albruno Corazza bereits in der Vitrine liegen. Eisgenießer können sich hier über Joghurt–Feige und Waldmeister freuen.

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