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Dillingen/Meitingen

12.10.2018

Polizei durchsucht Wohnung von AfD-Landtagskandidat Hauptmann

Die Polizei durchsuchte die Wohnung von Rafael Hauptmann, Kandidat der AfD für den Landtag (Stimmkreis Augsburg Land/Dillingen).
Bild: Christian Bolsinger (Archiv)

Sechs Politiker der Jungen Alternative Bayern sind durch eine Aktion vor der CSU-Zentrale ins Visier der Polizei geraten - einer von ihnen wohnt in Schwaben.

Die Polizei hat am frühen Freitagmorgen die Wohnungen von sechs Politikern der Jungen Alternative Bayern durchsucht. Davon betroffen war auch Rafael Hauptmann, AfD-Landtagskandidat im Stimmkreis Augsburg-Land/Dillingen, der in Meitingen (Landkreis Augsburg) wohnt. Die fünf anderen Durchsuchungen fanden nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Bayreuth, Amberg und im Kreis München statt.

Wohnungen von sechs Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation durchsucht

Es geht um den Vorwurf der Sachbeschädigung. In der Nacht zum 7. Oktober hatten Mitglieder der Jungen Alternative auf dem Boden vor der CSU-Zentrale in München unter anderem mit Kunstblut und Farbe den „Tatort“ eines fiktiven Massakers hinterlassen, verbunden mit der Anschuldigung, von Asylbewerbern getötete Menschen seien „Merkels Tote“.

+ + + CSU veranlasst Hausdurchsuchungen bei der Jungen Alternative Bayern + ++ Kürzlich hat die Junge Alternative...

Gepostet von Rafael Hauptmann am  Freitag, 12. Oktober 2018

Der Zeitpunkt der Durchsuchungen kurz vor der Landtagswahl sei nicht bewusst gewählt worden, betont Anne Leiding, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. „Es haben sich erst jetzt die Ermittlungsansätze dafür ergeben“, sagt sie. Die CSU-Landesleitung habe keinen Strafantrag gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen des öffentlichen Interesses „von Amts wegen“. Die Beamten stellten Computer, Handys und Kleidung sicher. Die AfD vermutet, dass die Aktion kurz vor der Landtagswahl politisch motiviert sei. Gegenüber unserer Redaktion kritisiert Rafael Hauptmann: „Die Maßnahmen waren nicht verhältnismäßig.“ Die Durchsuchung seiner Wohnung um kurz vor sechs Uhr morgens sei gesittet abgelaufen. Bei zwei Kollegen habe man jedoch „die Türe eingetreten“ und „die Wohnung auseinandergenommen“.

Die AfD stehe zu der Aktion in München und die Beteiligten wüssten, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit gehandelt habe. Für den finanziellen Schaden komme man auf. „Man müsste uns nur fragen.“ Hauptmann vermutet, dass die Durchsuchungen die Partei in ein negatives Licht rücken sollen.

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13.10.2018

Das ist das Problem: Werbung gleich welcher Art, positiv oder negativ, erzeugt Aufmerksamkeit. So bleibt man im "Gespräch" und ist präsent.
Allein die neue AfD Meldeplattform zeigt, welch geistig Kind die AfD ist. Solche Methoden gabs bei der Stasi und in der NS-Zeit!

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13.10.2018

Derartiges kennt man eher von den Jugendorganisationen der politischen Konkurrenz links der Mitte. Wie auch immer - zuviel unverdiente Aufmerksamkeit für einen unreifen Schmarrn.

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12.10.2018

man braucht die AfD nicht in negatives Licht rücken, das tut sie schon selber.

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12.10.2018

Worauf Sie sich verlassen können, Herr Hauptmann, daß das Ihre Partei in ein schlechtes Licht rückt.

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12.10.2018

Wir wissen das es verboten ist, wir machen es aber trotzdem. Ätsch... Gesetzesbruch ist uns egal. Und so was will für Recht und Gesetz einstehen?
Das ist ein richtiger Kindergarten aber keine Partei die sich politisch legitimiert.

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