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Wertingen

25.08.2019

Polizei verhindert Rechtsrockkonzert in Wertingen

Die Polizei hat das geplante Rechtsrockkonzert in Wertingen verhindert. Auch am Ausweichort im Unterallgäu kam es zu keinem Konzert.
Bild: Leitenstorfer (Symbol)

Einsatzkräfte der Polizei lassen das geplante Rechtsrockkonzert im Wertinger Ortsteil Hettlingen platzen. Die Veranstalter wollen daraufhin ins Unterallgäu ausweichen.

„Freitag wird laut, sehr laut“, hat die Band „Schanddiktat“ noch die vergangenen Tage auf ihrer Facebook-Seite angekündigt. Doch – zumindest in Wertingen und Umgebung – blieb es am Wochenende ruhig. Die Polizei verhinderte das geplante Rechtsrockkonzert der Band aus dem Kreis Dillingen in Wertingen, speziell im Ortsteil Hettlingen, wo das Konzert dem Vernehmen nach hätte stattfinden sollen. Am Samstagabend gab es lediglich ein vermehrtes Polizeiaufgebot in der Zusamstadt. Mannschaftswagen der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Bamberg standen unter anderem vor der Polizeidienststelle an der Dillinger Straße und an der Hettlinger Straße in Laugna.

Rechtsrockkonzert in Wertingen wird abgesagt

Wie berichtet, hatte die Verwaltungsgemeinschaft Wertingen am vergangenen Mittwoch eine Allgemeinverfügung erlassen, in der für das vergangene Wochenende alle nichtangezeigten Musikveranstaltungen unter dem Motto „Fünf Jahre RAC – Fünf Jahre Schanddiktat“ sowie etwaige Ersatzveranstaltungen verboten wurden. Grund hierfür waren polizeiliche Erkenntnisse, wonach an diesem Wochenende ein Rechtsrockkonzert im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft organisiert werden sollte.

Aufgrund des Medieninteresses hatte Bürgermeister Willy Lehmeier dem Fernsehsender Augsburg TV, der in Wertingen drehte, ein kurzes Statement abgegeben. Lehmeier berichtet im Interview, dass die Stadt von der Polizei in Kenntnis gesetzt wurde, dass es im Bereich Wertingen eine Großveranstaltung geben würde mit Freibier, drei Bands, Tattoo-Convention und Stripshow. Die Stadt habe erwartet, dass die Veranstaltung angemeldet wird, was aber nicht geschehen sei. Daraufhin hatte die Stadt eine allgemeine Verfügung erlassen und die Abhaltung der Veranstaltung verboten.

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Mögliches Konzert in Hettlingen wurde vorbereitet

Zur Überwachung des Konzertverbots waren nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, Schwaben Süd/West sowie der Bereitschaftspolizei im Bereich Wertingen eingesetzt. In den Vormittagsstunden verdichteten sich Hinweise darauf, dass auf einem Privatgelände im Ortsteil Hettlingen Vorbereitungen für ein mögliches Konzert getroffen wurden.

Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Dillingen wiesen die Veranstalter vor Ort eindringlich auf das bestehende Verbot sowie die polizeiliche Durchsetzung hin, worauf die Arbeiten eingestellt und das Konzert abgesagt wurde. An mehreren Vorkontrollstellen in den Landkreisen Augsburg und Dillingen wurden im Laufe des Tages etwa 50 Personen, die laut eigenen Angaben zum Rechtsrockkonzert anreisen wollten, einer Kontrolle unterzogen. Alle kontrollierten Personen stammten laut Polizei aus Bayern sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg. Strafrechtliche Verstöße wurden im Rahmen der Kontrollen nicht festgestellt.

Veranstalter wollen in den Landkreis Unterallgäu ausweichen

Nach Absage der Veranstaltung in Wertingen erhärteten kriminalpolizeiliche Ermittlungen den Verdacht, dass das Rechtsrockkonzert kurzfristig in die Gemeinde Benningen (Landkreis Unterallgäu) verlegt werden sollte. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West übernahm für die Ausweichveranstaltung die weitere Einsatzleitung und konnte auch in diesem Fall die tatsächliche Durchführung eines Konzerts mit starken Einsatzkräften verhindern. Das präsidiumsübergreifende Zusammenwirken beider schwäbischer Polizeiverbände ermöglichte es, die konspirativ geplanten Konzerte konsequent zu verhindern, heißt es von der Polizei. (mit pol)

Lesen Sie hier Hintergründe zum geplanten Konzert:

Ist ein Rechtsrock-Konzert in Wertingen geplant?

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