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Dillingen/Lauingen

18.04.2019

Polizei warnt vor dem Tunen von Motorrollern

Getunte Mofas oder Motorroller können zu großen Sicherheitsrisiken werden.
Bild: Widemann (Symbolfoto)

Beamte erwischen in Dillingen und Lauingen drei Jugendliche, die sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen.

Gleich drei Mal haben Beamte der Polizeiinspektion Dillingen in der Nacht zum Donnerstag Fahrer erwischt, deren Motorroller deutlich schneller als erlaubt fuhren. In Dillingen hielt die Polizei am Mittwoch gegen 21 Uhr einen 18-Jährigen an, der mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Stundenkilometern unterwegs war. Der junge Mann hatte nach Angaben der Polizei für seinen Motorroller jedoch nur eine Mofa-Prüfbescheinigung. Gegen 2.15 Uhr kontrollierte die Polizei dann in der Gundelfinger Straße in Lauingen zwei 15-jährige Motorrollerfahrer, die ebenfalls nur eine Prüfbescheinigung besaßen. Ihre Motorroller fuhren laut Polizeibericht aber auch deutlich schneller als die erlaubten 25 Stundenkilometer. In allen drei Fällen stellten die Beamten die Motorroller sicher. Gegen die Jugendlichen wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Das Fahren mit 25 km/h kann langweilig werden

Das Fahren mit Fahrzeugen bis 25 km/h könne bisweilen langweilig werden, teilt die Polizei mit. Deswegen halten die Beamten immer wieder Motorroller und Kleinkrafträder an, die teilweise aufwendig getunt wurden. In vielen Fällen werde einfach auf einen schnelleren Motorroller umgestiegen, ohne sich darum zu kümmern, dass für Fahrzeuge, die schneller als 25 km/h fahren, eine Fahrerlaubnis notwendig ist. Außerdem ändern sich dann auch die Zulassung und Versicherung.

Versicherungen nehmen Fahrer in Regress

Wenn die meist jungen Fahrer unerlaubt mit ihren Gefährten unterwegs sind, vergessen sie dabei laut Polizei, dass im Falle eines Unfalls Versicherungen die Fahrer in Regress nehmen, abgesehen von den strafrechtlichen Folgen, die von einer Führerscheinsperre bis zu Geld- und sogar Haftstrafen gehen können. Dieses betrifft dann auch die Fahrzeughalter. Außerdem stelle das meist laienhaft durchgeführte Tunen von Mofas und Kleinkrafträdern eine nicht unerhebliche Gefahr sowohl für Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer dar. Oft seien, wie die Polizei warnt, Bremsanlagen für schnellere Geschwindigkeiten nicht ausgelegt und können im Ernstfall versagen. (pol)

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