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Projekt „Albertus-Park“: Nun kommt es auf den Stadtrat an

Jonathan Mayer
Kommentar Von Jonathan Mayer
11.11.2019

Das "Albertus-Park"-Projekt könnte scheitern, noch bevor es überhaupt begonnen hat. Ein Bürgerbegehren könnte das Aus für das geplante Einkaufszentrum bedeuten.

Das Projekt „Albertus-Park“, wie das geplante Einkaufszentrum im Lauinger Osten mittlerweile vom Investor genannt wird, könnte scheitern, noch bevor es begonnen hat: Der Ortsverband der Grünen hat eigenen Angaben nach zumindest genügend Unterschriften gesammelt, um ein erfolgreiches Bürgerbegehren für sich verbuchen zu können. Für das Projekt könnte dies das Aus bedeuten.

Warum der Stadtrat entscheiden muss

Jetzt liegt es beim Stadtrat: In einer seiner nächsten Sitzungen wird er entscheiden müssen, ob ihm die Unterschriftenliste reicht, um seine Entscheidung zu revidieren und den Bau des Einkaufszentrums doch noch zu verhindern. Falls nicht, kommt es zum Bürgerentscheid. Dann müssen die Lauinger selbst an der Wahlurne darüber abstimmen.

Wieso die Entscheidung schwer fallen könnte

Dem Stadtrat dürfte diese Entscheidung nicht leichtfallen: Einerseits herrscht in Lauingen schon jetzt ein ausreichendes Angebot an Supermärkten. Und mit Müller in der Herzog-Georg-Straße gibt es auch bereits einen Drogeriemarkt, der mehr Leben in die Innenstadt bringt. Von der Flächenversiegelung infolge der Bebauung ganz zu schweigen.

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Was für das Projekt spricht

Andererseits darf die Stadt eine Investition von 18 bis 20 Millionen Euro, wie sie die Hahn-Gruppe auf dem Areal tätigen will, nicht einfach abtun. Denn das Projekt würde den Lauinger Osten auf jeden Fall aufwerten und vielleicht auch wieder Kunden aus den Nachbarstädten anlocken. Und die zusätzlichen Gewerbesteuern könnte die Kommune angesichts der angespannten Finanzlage ebenfalls brauchen.

Egal, wie der Stadtrat entscheidet: Der „Albertus-Park“ wird im bevorstehenden Kommunalwahlkampf eine entscheidende Rolle spielen. Die Partei, die sich hier am klügsten positioniert, könnte die Stadtratswahl im März für sich entscheiden.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel:

Scheitert das Projekt „Albertus-Park“?

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