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16.03.2009

Protest gegen die Atomkraft

Günzburg/Gundremmingen (kai) - Bevor drinnen gefeiert wurde, ist draußen demonstriert worden. Rund 130 Menschen kamen am frühen Freitagabend vor dem Günzburger "Forum am Hofgarten" zusammen, um gegen die Feierstunde zum 25-jährigen Betriebsjubiläum des Atomkraftwerkes Gundremmingen zu protestieren.

Zu der Demonstration hatten Grüne, Ökologisch-Demokratische Partei Deutschlands (ödp) und das "Forum Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik" aufgerufen.

Anstatt längeren Laufzeiten für die Atomkraftwerke das Wort zu reden, sollte Staatssekretärin Melanie Huml vom bayerischen Ministerium für Umwelt und Gesundheit besser ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen und sich um die Gesundheit der Menschen rund um Gundremmingen kümmern, erklärten die Grünen-Abgeordneten Christine Kamm und Ludwig Hartmann. Angesichts der Ergebnisse der Kinderkrebsstudie wäre dies dringend geboten, so die Grünen-Politiker.

Die Gefahren auch deutscher Kernkraftwerke würden verharmlost, noch immer sei weltweit kein einziges Kilogramm des hoch radioaktiven Atommülls sicher gelagert, wurde auf Flugblättern bemängelt.

Protest gegen die Atomkraft

Auf Transparenten forderten die Demonstranten, weder in Gundremmingen noch in anderen deutschen Atomkraftwerken die Leistung zu erhöhen oder die vereinbarten Laufzeiten zu verlängern. Im Laufe der Jahre würden auch deutsche Atomkraftwerke immer risikoreicher, sagte Christine Kamm.

Es sei ein Märchen, dass die Kernkraft das Klima schonen und die Umwelt retten könne. Vielmehr sollten endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um Strom effizienter zu nutzen und einzusparen. Außerdem müsse die Produktion erneuerbarer Energien ausgeweitet werden. Ein Dutzend Polizeibeamte sicherte die friedliche Demonstration, die Gäste der Feierstunde im "Forum" wurden mit Pfiffen empfangen. Es gebe angesichts der ungelösten Probleme nichts zu feiern, erklärten die Demonstranten.

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