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Höchstädt

20.01.2021

Radler-Schutzstreifen sind in Höchstädt nicht die Lösung

Schutzstreifen wie hier in Dillingen sind entlang der B16 in der Höchstädter Innenstadt angesichts des Sicherheitsrisikos keine Option.
Foto: Koenen (Archiv)

Plus Die Mitglieder des Bauausschusses diskutieren auch über die Verkehrssituation auf dem Marktplatz. Und die Wildparkerei in manchen Straßenzügen.

Vor knapp einem Jahr ist dieses Thema in Höchstädt bereits diskutiert worden. Nun ist es wieder auf der Agenda. Zumindest haben sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses damit am vergangenen Montag beschäftigt. Erneut stand die Frage im Raum: Kann ein Schutzstreifen für Radfahrer entlang der B16 in Höchstädt angebracht werden? Und die Antwort, so erklärt Bürgermeister Gerrit Maneth auf Nachfrage, ist eindeutig: „Nein.“ Sowohl Polizei, Staatliches Bauamt und Landratsamt hätten diesen Antrag, der von der Wählervereinigung „Pro Höchstädt“ gestellt wurde, als negativ eingestuft. Maneth erklärt: „Der Schutzstreifen ist nicht genehmigt worden, weil bei uns mehr als tausend Lastwagen die Straße benutzen und so auch zu viel Begegnungsverkehr entsteht. Deshalb ist ein Schutzstreifen für Radler mehr Risiko als Sicherheit.“ Würden irgendwann weniger Brummifahrer durch die Stadt brettern, sei ein solcher Schutzstreifen durchaus sinnvoll und machbar – ähnlich wie in Steinheim. „Aber auch dort ist er erst angebracht worden, nachdem die Umfahrung gekommen ist“, so Maneth weiter. Deshalb und im Sinne der Sicherheit sei die Mehrheit des Ausschusses den Empfehlungen der Experten gefolgt – sprich: Vorerst gibt es keinen Schutzstreifen entlang der Bundesstraße.

"Wildparkerei" in Höchstädt

Die Höchstädter haben sich bei ihrer Sitzung auch mit der Verkehrssituation auf dem Marktplatz beschäftigt. CSU-, SPD/FDP/Pro Höchstädt-Fraktion und FW/Junges Höchstädt haben jeweils den Antrag gestellt, dass dort etwas passieren muss. „Es geht vor allem darum, wie wir die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz erhöhen wollen“, erklärt der Bürgermeister. Sollen Parkplätze nur zu bestimmten Zeiten ausgewiesen werden? Soll überhaupt noch dort geparkt werden? „Wir haben beschlossen, dass sich der Arbeitskreis Verkehrskonzept damit beschäftigen und eine Beschlussvorlage ausarbeiten soll – entweder für den Bauausschuss oder für den Stadtrat. Allerdings lege ich sehr viel Wert darauf, dass dies in Abstimmung mit den Händlern, den Gewerbetreibenden und der Kirche vor Ort erfolgt“, so Maneth. Der Höchstädter Bürgermeister könnte sich auch eine Art Testphase vorstellen, um zu sehen, welche Idee sich wie umsetzen lässt. Maneth: „Wir haben einen wunderschönen Marktplatz, und den wollen wir auch nützen.“

Bereits Ende Oktober 2020 war ein Projektteam, das sich mit dem Thema Verkehr in der Stadt beschäftigt, unterwegs, und hat sich in bestimmten Straßenzügen die Parksituation angeschaut. Gerrit Maneth bezeichnet es stellenweise als „Wildparkerei“ und nennt als Beispiel die Lindenallee oder die Untere Bäckergasse. Parkverbote oder teilweise Beschränkungen könnten mögliche Lösungen sein. Und die, so der Rathauschef weiter, sollen noch vor dem Start der neuen Kommunalen Verkehrsüberwachung geregelt werden. „Damit es auch Sanktionen geben kann. Die sollen aber natürlich vertretbar sein.“

Nordschwabenhalle in Höchstädt soll geprüft werden

Das Ergebnis der durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen im Stadtgebiet und in den Stadtteilen ist dagegen schon jetzt eindeutig: Laut Bürgermeister Maneth haben sich alle Messungen im „völlig normalen Rahmen“ befunden. Heißt konkret: Die Mitglieder des Bauausschusses haben mehrheitlich beschlossen, dass es aktuell keinen Handlungsbedarf gibt. Es gab aber eine Gegenstimme, so Gerrit Maneth, weil: „Pro Höchstädt wollte die Hermann-Beckler-Straße zu einer Spielstraße runterstufen.“

Bei der Sitzung am Montag wurde ebenfalls beschlossen, dass die Nordschwabenhalle einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden soll. Alle zwölf bis 15 Jahre solle solch eine Sicherheitsanalyse durchgeführt werden, in Höchstädt ist dies das letzte Mal im Jahr 2006 passiert. 6000 Euro wird die Überprüfung kosten, so Maneth.

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