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Holzheim

01.06.2015

Rauchende, brüllende PS-Giganten

Die PS-Giganten, die am Wochenende in Holzheim beim Tractor Pulling gezeigt wurden, beeindruckten durch Größe, Chrom und Perfektion; links der „Flying Hawk“ mit seinen Panzermotoren, rechts oben „Rowdy“, mit seinen 2000 Diesel-PS und „Best solution“ mit satten 5400 PS.
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Die PS-Giganten, die am Wochenende in Holzheim beim Tractor Pulling gezeigt wurden, beeindruckten durch Größe, Chrom und Perfektion; links der „Flying Hawk“ mit seinen Panzermotoren, rechts oben „Rowdy“, mit seinen 2000 Diesel-PS und „Best solution“ mit satten 5400 PS.

Eine 17-Jährige aus Dattenhausen überrascht alle

Holzheim Sie ist 17, Industriemechanikerin, kommt aus Dattenhausen, nahm am Wochenende in Holzheim an einem Farm-Pulling-Wettbewerb teil und ließ elf Männer hinter sich. Mit ihrem New Holland T60/70 mit 150 PS belegte Alina Zacher den ersten Platz.

Der Begriff Tractor Pulling kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als Traktorschleppen. Der Bremswagen muss dabei möglichst weit geschleppt werden. Über 100 Teilnehmer traten am Wochenende in sieben verschiedene Gewichtsklassen in Holzheim an.

Das Tractor Pulling entstand in den 1940er Jahren in den USA aus dem auch heute noch betriebenen „Horse Pulling“, welches bis in das 19. Jahrhundert zurückgeht. Nach der erfolgreichen Mechanisierung in der Landwirtschaft wollten die Bauern wissen, wer von ihnen den stärksten Traktor hat. Sie trafen sich auf den „county fairs“ zum „Tractorpull“.

Rauchende, brüllende PS-Giganten

Wichtig ist das Bremswagenteam. Es unterstützt das Laser-Messteam sowie den Bremswagenlenker, achtet auf Sicherheit auf der Strecke und die ordnungsgemäße Ausstattung der Teilnehmerfahrzeuge. Es war erst die zweite Veranstaltung des jungen Süddeutschen Traktorpulling-Clubs, der erst vor vier Jahren gegründet wurde.

Im vergangenen Jahr entstand dann auch das „Pulling Team Aschberg“ des Landtechnikunternehmers Michael Hamprecht. Wie sein neunjähriger Sohn Jan holte sich Hamprecht in zwei verschiedenen Klassen jeweils den ersten und dritten Platz. Kleine Probleme gab es am Spätnachmittag mit dem großen Bremswagen, dessen Bremsen blockiert waren.

Dafür durften die kleinen Boliden nochmals kräftig ran – zur Freude des Publikums.

Spektakulär war der FlyingHawk. Seit 2012 baute das Team um Vater und Teamchef Karlheinz Dickmann mit seinen zwei Söhnen Christian und Michael sowie Christian Konz an dem Eigenbau-Chassis mit zwei Continental Panzermotoren mit je 29,4 Litern Hubraum. Diese werden aufgeladen durch zwei Procharger der Serie F. Die geschätzte Leistung beträgt pro Motor 2500 PS.

Auf der Strecke waren neben dem „Flying Hawk“ noch andere Boliden beim Show-Pulling dabei und absolvierten „Full pulls“, das bedeute, dass sie die gesamte Streckenlänge schafften. Neben dem „Rowdy, einem 2000-Diesel-PS-Monstrum, gelang dies allerdings auch Alina Zacher aus Dattenhausen. Sehenswert waren daneben der „Money Pit II“ mit seinen 5400 PS aus dem Allgäu und „Best solution“ der Familie Kaiser aus Gussenstadt

In der Zehn-Tonnen-Klasse siegte Thomas Wörner aus Dillingen. Dritter wurde der Holzheimer Johannes Hieber.

Immer mit auf der Pulling-Tour ist Ulf Schnackenberg, der sachkundige und unterhaltsame Moderator. Seit 23 Jahren ist der Vertriebsleiter eines großen Autohauses hobbymäßig dabei. Sein Vater gehörte zu den Gründern des Sports in Europa. Für ihn ist Tractor Pulling“ der stärkste, schwerste und sicherste Motorsport“.

Eine Bildergalerie finden Sie unter www.donau-zeitung.de

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