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20.01.2015

Reflektoren können Leben retten

Immer sichtbar bleiben – wer in der dunklen Jahreszeit mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte auf Reflektoren und helle Kleidung besonders achten.

Was die Polizei Fußgängern und Radfahrern empfiehlt

Immer wieder werden Fußgänger in der Region schwer oder sogar tödlich verletzt, weil sie von Autofahrern beim Überqueren der Straße übersehen wurden. Grundsätzlich, sagt Manfred Thiel, könne die Polizei keinem vorschreiben, welche Kleidung er im Straßenverkehr tragen muss. Dennoch versuche man die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass man sich in der Dunkelheit und in der Dämmerung auf keinen Fall dunkel kleiden solle. „Dunkel gekleidete Menschen sind für Autofahrer im Scheinwerferlicht erst sehr spät zu erkennen“, sagt Thiel. Sie schlucke förmlich das Licht, während auffallend helle Kleidung es reflektiere.

Unabhängig von der Kleidung empfiehlt Thiel Fußgängern aber auch, Straßen in der Dunkelheit nur an gut ausgeleuchteten Übergängen zu überqueren und in dieser Zeit Straßen außerorts möglichst zu meiden oder zumindest auf der linken Seite dem Verkehr entgegenzugehen.

Auch zusätzliche Reflektoren an der Kleidung hält Manfred Thiel für sehr sinnvoll. „Nicht umsonst sind zum Beispiel an der Berufskleidung von Angestellten der Straßenmeistereien oder anderer Einsatzkräfte Reflektoren angebracht.“ Diese erhöhten die Sichtbarkeit um ein Vielfaches und könnten Leben retten, so Thiel. Mit reflektierenden Klettbändern könnten heute auch Privatleute ihre Kleidung im Handumdrehen sicherer machen. Damit neben Fußgängern auch Hunde beim Gassigehen gut erkennbar sind, gibt es mittlerweile auch blinkende Halsbänder oder Hundemäntelchen mit Reflektoren für die Vierbeiner. Dem stehe nichts entgegen, sagt Thiel. A und O sei allerdings, dass der Hund angeleint ist und damit nicht unkontrolliert auf die Straße laufen kann.

Er weist auch darauf hin, dass es vor allem für Fahrradfahrer wichtig ist, in der Dunkelheit früh wahrgenommen zu werden. „Die Lichteinrichtung muss in jedem Fall funktionieren und am Rad müssen die vorgeschriebenen Reflektoren angebracht sein.“ Auch der Radfahrer selbst sollte idealerweise helle Kleidung mit Reflektoren tragen. Kraftfahrer wiederum sollten laut Thiel gerade bei Dunkelheit und Nässe ihre Geschwindigkeit den Umständen anpassen. „Dies gilt speziell im Gegenverkehr, durch den man ja immer für kurze Zeit geblendet wird.“

Besonders schutzbedürftig ist für Thiel aber eine Gruppe: die Schulkinder. „In der Regel können Kinder die Geschwindigkeit von Fahrzeugen noch nicht richtig einschätzen bzw. sie verlassen sich darauf, wenn sie Scheinwerfer eines Autos sehen, dass sie vom Fahrer auch erkannt werden.“ Gute Sichtbarkeit sei deshalb für sie besonders wichtig.

Hier sollten die Eltern darauf achten, dass die Kinder mit einem den Normen entsprechenden Schulranzen unterwegs sind. Auf diesem sind ausreichend Reflektoren vorhanden.“ Zusätzlich könne man die Kinder aber auch mit weiteren Reflektorenstreifen an der Kleidung und eventuelle auch am Fahrradhelm ausrüsten. Sinnvoll sei es daneben, mit den Kindern den Schulweg auch einmal bei Dunkelheit abzugehen und sie auf gut ausgeleuchtete Fußgängerüberwege aufmerksam zu machen.

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