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Regens Wagner Glött leistet eine wichtige Arbeit

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Kommentar Von Tanja Ferrari
16.03.2019

Regens Wagner Glött feiert das 150-jährige Bestehen. Was dort für die Inklusion getan wird, ist vorbildlich.

Inklusion ist wichtig und unsere Pflicht. Denn die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderung stellt eine Verletzung der Menschenrechte dar. Es gilt, Barrieren abzubauen und gemeinsam an der Akzeptanz zu arbeiten. Das passiert bei uns im Landkreis Dillingen in vielen verschiedenen öffentlichen Einrichtungen schon seit Jahrzehnten vorbildlich. Eine davon ist Regens Wagner in Glött.

Jeder Mensch wird mit seinen Stärken und Schwächen angenommen

Seit 150 Jahren findet Inklusion im ehemaligen Fuggerschloss statt (hier lesen Sie den Artikel dazu). Unterschiede werden hier nicht kritisiert, sondern jeder Mensch mit Behinderung wird mit seinen Stärken und Schwächen so angenommen, wie er ist. Dabei ist nicht nur das richtige Wohnangebot wichtig, auch die Integration in das Arbeitsleben spielt eine Schlüsselrolle. Ein zufriedener Mensch muss sich gebraucht fühlen und eine Aufgabe im Leben haben. In den Tagesstätten, Förderstätten und Werkstätten kann dies unter angepassten Bedingungen gelingen. Hier sind Menschen mit Behinderung nicht dem Druck des freien Marktes ausgesetzt und können sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten verwirklichen und weiterentwickeln.

Der Notstand in der Pflege ist ein Problem

Um diese Angebote zu gewährleisten, sind ausreichend engagierte Mitarbeiter notwendig. Im Hinblick auf den aktuellen Notstand in der Pflege ist das allerdings eine Herausforderung für viele Einrichtungen. Niedrige Löhne und körperlich anstrengende Pflegeaufgaben machen es immer schwieriger, Auszubildende zu finden und Fachkräfte zu halten. Gerade deshalb ist auch die Arbeit von ehrenamtlichen Helfern, wie sie in Glött stattfindet, eine große Hilfe und auch eine besondere Leistung. Dabei ist es heutzutage schon schwer, überhaupt noch jemanden für ehrenamtliche Tätigkeiten zu begeistern. Umso schöner ist es dann, wenn Menschen ohne Behinderung mit Menschen mit Behinderung ihre freie Zeit verbringen und sich engagieren. Das ist gelebte Inklusion.

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