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Lutzigen

01.01.2018

Rekordbeteiligung beim Vorrundenfinale

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Bei der letzten Vorrunde im Rahmen der Aktion „Herz ist Trumpf“ in Lutzingen saßen insgesamt zehn Frauen mit an den Tischen und mischten kräftig mit (Bild links). Auf den ersten drei Plätzen landeten allerdings alte „Schafkopfhasen“. Über Platz eins freute sich Walter Klaiber (Bild rechts/Mitte), links daneben Horst Gruschka, der Zweiter wurde, und Oliver Gielsdorf, der auf Rang drei landete. 

Trotz Schneetreibens kartelten 104 Schafkopffreunde in Lutzingen für die Kartei der Not unter dem Motto „Herz ist Trumpf“.

 Draußen wischten am Abend Besucher der Gaststätte „Goldbergalm“ den Schnee von den Windschutzscheiben ihrer Autos, bevor sie sich auf die Heimreise hoch über Lutzingen machen konnten. Drinnen spielten die Wetterbedingungen für die 104 Schafkopfspieler freilich keine Rolle. Aber auch sie mussten immer wieder wischen. Und zwar nach jedem Stich, um die Karten zu sammeln, damit dann der nächste Spielzug gemacht werden konnte.

Am besten gelang dies nach 60 Partien Walter Klaiber aus Medlingen. Er kam auf insgesamt 88 Punkte und avancierte damit zum Tagessieger. Klaiber nahm zum ersten Mal an der Aktion „Herz ist Trumpf“ für die Kartei der Not teil und strahlte nach seinem Triumph mit dem Zweitplatzierten Horst Gruschka (Dillingen) und dem Tagesdritten, Oliver Gielsdorf (Aislingen), um die Wette. Klaiber spielt seit seinem zwölften Lebensjahr Schafkopf und hat vor seinem Erfolg in Lutzingen auch schon mal bei Preisschafkopfveranstaltungen in seinem Heimatort Medlingen und in Gundelfingen Platz eins belegt. Die Siegesprämie von Lutzingen (150 Euro) steckt Klaiber in eine „eigene Kartenkasse“, um für kommende Veranstaltungen einen finanziellen Grundstock zu haben.

Einen Teil davon wird er für die Startgebühr bei der Endrunde am 23. Februar kommenden Jahres in Wertingen investieren. Neben Klaiber haben bei der letzten Gelegenheit 48 weitere Schafkopffreunde das Ticket für das große Finale, bei dem es dann um insgesamt 3000 Euro Preisgeld geht, gelöst.

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Dass in Lutzingen insgesamt 26 Partien zustande gekommen sind, daran hatte im Vorfeld die vierköpfige Jury unserer Zeitung, welche die Aktion auch organisiert, nicht gedacht. Am Ende sorgten die 104 Teilnehmer sogar für eine Rekordbeteiligung. Dazu beigetragen haben insgesamt zehn Frauen, welche couragiert in die Phalanx der Männerwelt einbrachen. Mit dabei war auch Petra Gump. Für die Lutzingerin war es das erste Preisschafkopfen überhaupt. Sie ist in erster Linie deshalb gekommen, weil sie auf der Goldbergalm ein Heimspiel hatte. Obwohl sie schon seit vielen Jahren das bayerische Nationalspiel beherrscht, traute sie sich bisher nicht, an einer Veranstaltung dieser Art teilzunehmen. Spaß habe sie bei ihrer Premiere mehr als genügend gehabt, gestand Petra Gump, obwohl sie am Ende 48 Minuspunkte vorzuweisen hatte. Geärgert habe sie sich lediglich über ihr verlorenes Schell-Solo.

Bei den bisherigen vier Vorrunden in Modelshausen, Bissingen, Aislingen und Villenbach hat es kein einziges Solo Tout gegeben. Uwe Thimm aus Wortelstetten beendete in Lutzingen diese Durststrecke und sagte kurz nach 21 Uhr ein Herz-Solo Tout mit vier laufenden Obern an. Es ging gut. Er bekam dafür 54 Punkte gutgeschrieben. Unter dem Strich hatte Thimm nach 60 Partien aber 18 Minuspunkte vorzuweisen und landete in der Gesamtwertung nur auf Platz 70.

„Na endlich“, jubelte Otto Sluka, nachdem an Tisch 19 die Ergebnisse ausgewertet waren und er auf 56 „Gute“ kam. Der Villenbacher hat an allen fünf Vorrunden teilgenommen, konnte sich aber erst in Lutzingen für die Endrunde im kommenden Jahr qualifizieren. Fünf Teilnahmen bedeuteten für Otto Sluka insgesamt 300 Spiele, bei denen er zu seinem Bedauern nur einen einzigen Wenz spielen konnte. Jetzt hofft er, dass sich das Blatt beim großen Finale in Wertingen wendet.

Bei der Endrunde am 23. Februar 2018, bei der insgesamt 3000 Euro Preisgeld ungefähr an ein Drittel der Teilnehmer ausgeschüttet werden, geht das Organisationsteam um Günther Herdin, Josef Bayer, Otmar Ohnheiser und Herbert Kallenbach von 42 bis 46 Partien aus. (herd)

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