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21.07.2010

Revolutionäre Entwicklung in der Gastronomie miterlebt

Seit 40 Jahren ist Johannes Pippert Küchenchef. Das Foto zeigt ihn in der "Kannenkeller"-Küche mit seiner Frau Charlotte, die ihm Tag für Tag zur Seite steht.

Lauingen 40 Jahre Küchenchef - das bedeutet Erfahrung mit vielen prominenten Gourmets und mit wechselnden Trends auf den Speisenkarten. Johannes Pippert, Inhaber des Hotel-Restaurants "Kannenkeller" in Lauingen, sieht mit Freude auf die vielen Feste zurück, die er im "Rebstock", im "Drei Mohren" und im Drei-Sterne-Superior-Haus "Kannenkeller" ausgerichtet hat.

Lob auch von Gerhard Schröder und Kardinal Ratzinger

Die Gästebücher vermitteln einen eindrucksvollen Überblick über die vielfachen Formen der Anerkennung, die Johannes Pippert und seine Frau Charlotte für Kochkunst und Service bestätigt wurden. "Gasträume: sehr gemütlich / Küche: außerordentlich, schmackhaft / Umgang mit Gästen: sehr gewandt und herzlich", schrieb Rudolf Dengler, ehemaliger Lehrer von Johannes Pippert, in Form eines "Zwischenzeugnisses" 1975 ins Gästebuch. Gerhard Schröder als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Reem Al-Thani, die Prinzessin von Katar, Joseph Kardinal Ratzinger, der heutige Papst, Joachim Kardinal Meisner, Ivan Rebroff, Peter Hahne und viele andere Berühmtheiten fanden Worte höchstens Lobes für Küche und Komfort im "Kannenkeller". Auch von Nobelpreisträger Prof. Erwin Neher, dem Onkel von Charlotte Pippert, findet sich ein Eintrag.

Die Fähigkeit, seine Gäste zu verwöhnen, hat sich Johannes Pippert schon während seiner Ausbildung und seinen frühen Berufsjahren erworben. Der 1948 in Arnstein/Unterfranken geborene Gastronom sammelte nach der Lehre Erfahrungen im "Basel Street Hotel" London und im "Inn-on-the-Park" Dorchester.

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Seine Eltern hatten 1962 den "Rebstock" in Lauingen gekauft und 1970 in ein Speiselokal umgewandelt. Das passte ausgezeichnet in die Lebensplanung Johannes Pipperts, der 1974 in Heidelberg die Meisterprüfung ablegte und 1976 seine Frau Charlotte heiratete. Im selben Jahr übernahm das Ehepaar das Hotel-Restaurant "Drei Mohren". In der Mitte der 90er Jahre wurde der "Kannenkeller" erworben, sodass das Haus nach Umbau und Erweiterung wiedereröffnet werden konnte.

In den 40 Jahren seiner Berufserfahrung als Küchenchef habe sich eine "gastronomische Revolution" vollzogen, sagt Pippert. In ständiger Kooperation mit seiner Frau, die sich mit ihm bis heute allen Herausforderungen des Alltags stellt, konnten die stürmischen Entwicklungen vom Holz-Kohle-Herd, vom Aluminiumbesteck bis hin zur High-Tech-Küche und zur gepflegten Tischkultur bewältigt werden. Zwar, so betont Johannes Pippert, reiche gutes Essen nicht mehr aus, wenn es um die Festigung der Attraktivität eines Hauses gehe. Gefragt sei jetzt Erlebnisgastronomie mit möglichst vielen "Events". Dennoch erwiesen sich die "Forelle mediterran", das flambierte Pfeffersteak, der geschmorte Rinderbraten Burgunder Art und die "Bayerisch-Creme" seines Hauses als gefragte Spezialitäten.

Die beiden Kinder des Ehepaares Pippert sind bei ihren Berufsentscheidungen vom Vorbild der Eltern beeinflusst worden: Der Sohn Philipp Johannes hat die Ausbildung zum Diplom-Hotelmanagement durchlaufen und ist im "Kannenkeller"-Team tätig, die Tochter Patricia ist Hotelmanagerin in einem Haus am Lago Maggiore.

Viele Jahre in Bands mitgespielt

Langeweile kennt Johannes Pippert nicht. Er, der viele Jahre in Bands mitspielte, beschäftigt sich in seiner kargen Freizeit mit Musik und mit der Kunst des Fotografierens. Dass er neben seiner Aufgeschlossenheit für die Forderungen der Gegenwart und Zukunft auch einen Hang zum Konservativen hat, zeigt sich in seiner bevorzugten Kamera: Johannes Pippert vertraut nach wie vor auf die Technik der Rollei-Analogkamera im 6 x 6-Format.

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