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Lutzingen

13.05.2015

Rufbusse sollen kommen

Ein Rufbus-Logo
Bild: Markus Schwer

Lutzingen will Fahrplanlücken schließen.

von Horst von Weitershausen

Lutzingen Haushalt, Rufbusse und Stromtrasse „Süd-Ost“ standen im Mittelpunkt der Erörterungen des Gemeinderats Lutzingen.

Zur Vorberatung des Gemeindehaushalts 2015 war Katja Launer von der VG-Finanzverwaltung Höchstädt in die Ratssitzung gekommen. Bevor sie die Zahlen des Gemeindeetats 2015 vorlegte, unterrichtete sie das Gremium über den vorläufigen Haushaltsabschluss des vergangenen Jahres.

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Anschließend erläuterte sie den Ratsmitgliedern den Verwaltungshaushalt 2015 mit einem Ansatzvolumen über 1,267 Millionen Euro sowie den Vermögenshaushalt über 1552900 Euro. Nach kurzer Erörterung der einzelnen Haushaltspositionen bei den Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde Lutzingen sowie einer Kreditaufnahme in Höhe 290000 Euro für Investitionen widmete sich der Rat dem Thema Rufbusse.

Bürgermeister Eugen Götz erklärte, damit könnten die vorhandenen Fahrplanlücken auf den Linien 9108 ( Bissingen – Höchstädt – Dillingen – Lauingen) und 9096 (Unterfinningen – Höchstädt – Dillingen) geschlossen werden. Demnach stünden dafür sechs Rufbusse zur Verfügung, drei am Vormittag und drei am Nachmittag. Die Fahrzeiten seien in der Zeit von 7 bis 17 Uhr mit dem Fahrplan der Agilis abgestimmt, müssten jedoch mit einer Vorlaufzeit von 60 Minuten bei der RBA angefordert werden. Maximal könnten mit den Rufbussen acht Fahrgäste befördert werden. Die Kosten betragen je Fahrgast auf der Linie 9108 von Bissingen nach Höchstädt 4,40 Euro und von Lutzingen 2,50 Euro. Kinder bezahlen den halben Fahrpreis. Bei einer Auslastung von fünf Prozent aller sechs Rufbusse bei einer Nutzung von 187 Tagen im Jahr (Schulzeit ohne Feiertage) kommt nach den Worten von Bürgermeister Götz auf der Linie 9108 eine finanzielle Belastung von zusammen 4089,69 Euro auf die Gemeinden Bissingen, Höchstädt und Lutzingen zu. Auf der Linie 9096 betragen die Kosten für 250 Tage (auch freitags) 3855 Euro und müssten von den Kommunen Finningen und Höchstädt getragen werden. Sollten keine Fahrten angefordert werden, berechne die RBA jedoch eine monatliche Pauschale von 50 Euro.

Nach kurzer Diskussion beschloss das Gremium die für zwei Jahre zeitlich begrenzte Einführung der Rufbusse einstimmig. Ebenso geschlossen fiel die Entscheidung über die Stellungnahme zum Verlauf der Stromtrasse Süd-Ost. Der Beschlussvorschlag hat folgenden Wortlaut: „Die Gemeinde Lutzingen lehnt den Verlauf der Gleichstrompassage Süd-Ost durch ihr Gemeindegebiet aus Gründen des Natur- und Artenschutzes ab. Vor allem lehnt die Gemeinde Lutzingen neue Trassenschneißen ab. Für den Fall, dass sich die Notwendigkeit der Stromtrasse belastbar begründen lässt, fordert die Gemeinde Lutzingen die Bundesnetzagentur auf, bei weiteren Planungen die Bündelung einer künftigen Stromtrasse mit vorhandener Infrastruktur (z. B. Bundesautobahnen, vorhandenen Stromtrassen) sowie die Erdverkabelung ernsthaft und vorrangig zu prüfen.“

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