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Versammlung

30.11.2017

SPD Dillingen will Protestwähler zurückgewinnen

Der Vorstand der SPD Dillingen nach der Neuwahl: (von links) Albrecht Witte, Heidi Krüger, der neu gewählte Kurt Bayerl, Hubert Probst und Tobias Rief. Uschi Poser, die auf dem Foto fehlt, gehört ebenfalls dem Vorstand an.
Bild: SPD Dillingen

Hubert Probst führt weiter den Ortsverein. Unter den Stellvertretern gibt es ein neues Gesicht

Hubert Probst ist auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Dillingen einstimmig für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt worden. Ebenso einstimmig wurden als Stellvertreter Ursula Poser, Tobias Rief und neu Kurt Bayerl gewählt. Heidi Krüger und Albrecht Witte wurden in ihren Ämtern als Schatzmeisterin und Schriftführer bestätigt.

Zu Beginn hatte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder Erich Deimling und Peter Bartok gedacht. Ortsvereinsvorsitzender Probst ließ in seinem Rechenschaftsbericht die durchgeführten Veranstaltungen Revue passieren, die zu aktuellen Themen durchgeführt worden seien, so zu den Themen „Islam“, „Bezahlbarer Wohnraum“, „Europa“, „Pro und Contra Transatlantisches Freihandelsabkommen“ mit MdL Herbert Woerlein, „Altersarmut“ mit MdL Dr. Simone Stromayr und „Flutpolder“ zusammen mit dem Ortsverein Höchstädt. Die beiden Abende jeweils am Faschingssamstag mit hochkarätigen Kabarettisten hätten wieder großen Anklang gefunden. Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 gab es zusammen mit dem Kandidaten Christoph Schmid drei Infostände. Zwei Neueintritte verzeichnete die SPD Dillingen in den vergangenen beiden Jahren, sodass die aktuelle Mitgliederzahl bei 40 liege. Es sei zu hoffen, dass angesichts der derzeitigen politischen Lage weitere Eintritte erfolgten.

„Was sind die Gründe, dass in Dillingen eine Partei, die hier noch nie engagiert war, mehr Stimmen als die SPD bekommen konnte?“, stellte Probst in den Raum. Dies wurde heftig diskutiert, wobei man sich einig war, dass die bloßen Protestwähler wieder durch die SPD zurückgewonnen werden müssten. Kurt Bayerl wusste aus den Gesprächen, die er geführt hatte, zu berichten, dass die SPD bedauerlicherweise nicht mehr als Partei für die Interessen der Arbeitnehmer wahrgenommen werde und die Leute Angst gehabt hätten, dass es ihnen nicht mehr so gut gehen könnte. „Die Politik darf sich angesichts des globalen Wettbewerbs nicht in Klein-Klein verzetteln“, forderte Tobias Rief. Die drängenden politischen Probleme seien zu komplex, als dass man sie mit einfachen populistischen Antworten lösen könne.

Martin Lenz vertrat die Ansicht, dass es im Bundestagswahlkampf nicht gelungen sei, die sozialen Themen ausreichend in den Vordergrund zu stellen. Aufgrund der lebhaften kontroversen Diskussion stellte der alte und neue Ortsvereinsvorsitzende fest, dass die SPD eine echte Volkspartei sei, in der um die richtige Politik lebhaft gestritten werden kann. (pm)

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