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Dillingen

27.06.2019

SPD: Geteilte Meinungen zur Doppelspitze

Wie geht es bei der SPD weiter?
Bild: Kay Nietfeld (dpa), Symbolbild

Wie der Kreisverband Dillingen die aktuelle Lage der Bundespartei sieht, zeigt: Auch an der Basis sind sich nicht alle einig.

Der neu gewählte SPD-Unterbezirksvorstand kam zu seiner konstituierenden Sitzung im Dillinger Hof zusammen. Vorsitzender Dietmar Bulling brachte seine Freude zum Ausdruck, dass mit Julia und Philipp Kaltenegger eine weitere Verjüngung des Vorstandsteams gelungen sei. „Wir sind personell gut aufgestellt, sodass wir auch in Zukunft unsere kommunalpolitische Arbeit erfolgreich fortsetzen können,“ sagte der Unterbezirksvorsitzende laut einer Pressemitteilung. Zurzeit erschwere jedoch die Orientierungslosigkeit der Bundespartei und der damit verbundene dramatische Abwärtssog der SPD die „politische Arbeit vor Ort“ erheblich.

Zusammenhalten ist die Devise

Die Genossen waren sich einig, dass die SPD sich nur zurückkämpfen kann, wenn sie zusammenhält, ihr Führungsproblem vernünftig regelt und an den Bedürfnissen der Menschen nah dran ist. Bei der Frage, wie die Personalentscheidungen bei der Bundes-SPD geregelt werden sollen, gab es bei den Mitgliedern des SPD-Vorstands ein klares Votum für eine Mitgliederbefragung. Ein solches Verfahren belebe im besten Fall die gesamte Partei und zwinge sie dazu, die Neue oder den Neuen an der Spitze zu unterstützen.

Wird mit einer Doppelspitze nur alles komplizierter?

Bei der Diskussion über eine Doppelspitze gingen die Meinungen im Vorstand auseinander. Martin Knecht und Otto Horntrich waren der Auffassung, die Last des Bundesvorsitzenden auf mehreren Schultern zu verteilen, während Alexander Baumgärtner darauf hinwies, dass die Partei keine Übung habe, die verschiedenen Strömungen in einer Doppelspitze abzubilden. Mit einem Team an der Spitze laufe die SPD Gefahr, nur noch alles komplizierter zu machen, sagte Alexander Baumgärtner. Bulling plädierte dafür, dass für die Zukunft in der Satzung eine Doppelspitze ermöglicht werden soll. Für den Augenblick, findet er, solle davon Abstand genommen werden. (pm)

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