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Lauingen

27.10.2020

SPD in Lauingen ist stärker als im Bund

Diese Fotomontage stammt von 2015 und soll das geplante Reservekraftwerk bei Gundelfingen zeigen.
Bild: Fotomontage (Archiv)

Der Ortsverband arbeitet das Ergebnis der Kommunalwahlen auf. Auch das Reservekraftwerk ist Thema - und die Arbeit im Lauinger Stadtrat.

Coronabedingt traf sich die Lauinger SPD erst knapp sieben Monate nach der Kommunalwahl zu einer Mitgliederversammlung, um die örtlichen Ergebnisse zu analysieren. Dietmar Bulling bekannte, dass er das Ergebnis der Lauinger SPD mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehe: Die Genossen hätten zwei Sitze oder sechs Prozent verloren gegenüber 2014. „Aber wir sind mit 25 Prozent immer noch zweitstärkste Kraft im Stadtrat. Verglichen mit der derzeitigen Bayernprognose der SPD oder den SPD-Ergebnissen in München und Augsburg ist das herausragend. Außerdem konnten wir mit Ursula Kigele eine zweite Stadträtin aus unserer Fraktion etablieren und mit Martin Koller sowie Dominik Remiger neue, junge Stadträte ins Gremium bringen“, wird Bulling in einer Pressemitteilung zitiert.

Blick auf den Landkreis Dillingen fällt gemischt aus

Der Blick in den Landkreis fiel gemischt aus: Erfreulicherweise stelle die SPD mit Mirjam Steiner (Syrgenstein) und Thomas Reicherzer ( Wittislingen) nun zwei junge Bürgermeister, die Kreistagsfraktion musste aber deutlich Federn lassen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl im nächsten Jahr bereiten sich alle Parteien auf ihre Wahlkreiskonferenzen vor, die bei der SPD am 13. November in Tapfheim stattfindet. Hier soll Christoph Schmid, Bürgermeister von Alerheim im Ries, zum Kandidaten nominiert werden. Für diese Konferenz wählte die Versammlung Claudia und Walter Gruber sowie Ursula Kigele und Martin Knecht als Delegierte.

Ortsvorsitzender Dietmar Bulling informierte darüber, dass die Lauinger SPD zum Jahresende ihr 110-jähriges Bestehen feiern könne. Coronabedingt werde man die entsprechende Feier aber erst im Laufe des ersten Halbjahres 2021 begehen, um unnötige Risiken zu vermeiden.

Die Suche nach einem Standort für das Kneippbecken

Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler berichtete zusammen mit den Stadträten Irmgard Daub, Ursula Kigele und Dominik Remiger aus der aktuellen Stadtpolitik: Im Rahmen der Donauufersanierung suche man noch nach einem neuen geeigneten Standort für das Kneippbecken. Sehr erfreulich sei die erfolgte Erweiterung der Donau-Realschule. Nun gelte es, zusammen mit dem Landkreis bei der geplanten Dreifachturnhalle am Schulzentrum am Ball zu bleiben, die von allen dortigen Schulen und Bildungseinrichtungen sowie vom Vereinssport gebraucht würde. Sehr erfreulich sei die Arbeit der „Altstadtfreunde“, die sich um die Sanierung der Innenstadt bemühten. Noch unklar sei, in welcher Art und Weise für dieses Jahr Mittel zur Haushaltskonsolidierung fließen.

Abschließend sprach der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Strasser aus Gundelfingen zur Energiewende, „aus innerer Überzeugung“, wie er bekannte: Erneuerbare Energie, regional erzeugt, müsse für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar sein. Daher favorisiert Strasser der Pressemitteilung zufolge Lösungen, die auf „grünem Wasserstoff“ oder synthetischem Erdgas basieren, also Stoffen, die mit überschüssigem erneuerbarem Strom hergestellt werden.

Was ist mit dem Reservekraftwerk?

Alt-Stadtrat Martin Knecht erinnerte daran, dass sich 2014 Gundelfingen, Lauingen und Gundremmingen als Interessengemeinschaft beim Projekt Reservekraftwerk zusammengeschlossen hätten. Spätestens seit 2018 sei es aber sehr ruhig geworden bei dem Thema. Knecht hatte es mehrfach öffentlich im Lauinger Stadtrat angesprochen, vonseiten der Verwaltung aber keinerlei substanzielle Auskünfte erhalten, heißt es in der Pressemitteilung. „Natürlich laufen die Ausschreibungen im bayrischen Wirtschaftsministerium. Unsere Interessengemeinschaft war aber sehr zurückhaltend. Da waren unsere Leipheimer und Ulmer Wettbewerber deutlich aktiver an der Sache dran,“ bemängelte Knecht.

Stadtrat Markus Stuhler sprach an, dass die Förderung der ersten, zumeist privaten Fotovoltaik-Anlagen nun ausliefe und der dann erzeugte Strom nicht mehr von den Versorgern durch Einspeisevergütungen entlohnt würde. Strasser erläuterte, dass eine Fortsetzung der Einspeisevergütungen stark von einem neuen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) abhinge, dieses aber noch nicht verabschiedet sei im Bundestag. Hier will die Lauinger SPD die Bürger informiert halten, wie sich die Sache entwickelt, da hiervon ja viele Privathaushalte in der Region betroffen sind. (pm)

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