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Konzert

11.11.2013

Sarah Straub – Musik für die Seele

„Um fancy Musik zu machen, muss man nicht nach Berlin ziehen. Ich lebe ganz arg gerne hier.“Sarah Straub

Heimische Künstlerin stellte im Dillinger Stadtsaal ihr neues Album mit Liedern zum Träumen und Tanzen vor. CD ist erst ab Frühjahr zu kaufen

Dillingen Als Sarah Straub die Bühne betritt, tauchen sie die Scheinwerfer in ein kräftiges, lebendiges Rot – die Inszenierung passt zu ihr, zu ihrem Kleid, ihren Haaren, ihrem neuen Album mit dem Titel „red“. Die ersten Takte sind laut, energisch, jung. Jene Art von Musik, zu der man sich einfach bewegen möchte – Pop-Rock mit einem Hauch Balkan-Beats.

Das Album, das sie an jenem Abend exklusiv im Dillinger Stadtsaal vorstellt und das es ab kommendem Frühjahr zu kaufen gibt, soll Sarah Straubs großer Durchbruch werden, sie will damit alles auf eine Karte setzen. „Wir haben mit viel Fleiß an unserer neuen Platte gearbeitet“, sagt Sarah Straub. Vor zwei Jahren trat die heute 27-jährige Sängerin aus Gundelfingen, die schon Klavier spielt, seit sie sechs Jahre alt ist, zum ersten Mal im Stadtsaal auf und präsentierte die erste Platte von ihr und ihrer Band. Nun legt sie nach. Mit ihrem ersten professionellen Studioalbum, in das die Band viel investiert hat. Was von der ersten Note an beeindruckt, ist, mit welcher Hingabe Sarah Straub ihre Musik lebt. Oft schließt sie die Augen und es scheint, als erwache sie erst nach dem letzten Akkord aus einer Art Trance. Die junge Künstlerin und ihre Band zeigen eine Authentizität, die in der Musikbranche heute nicht mehr selbstverständlich ist – handgemachte Musik eben, echt und ehrlich – und immer wieder überraschend, etwa, wenn bei „Pieces“ ein Glockenspiel eingesetzt wird. „Um fancy Musik zu machen, muss man nicht nach Berlin ziehen. Ich lebe ganz arg gerne hier“, sagte Sarah Straub. Sie ist eben Lokalpatriotin.

Es ist eine große Bandbreite, die sich auf dem neuen Album vereinigt: von mitreißenden Tanznummern wie „Let you go“ bis hin zu melancholischen Seelenstreichlern wie „bitter-sweet“ – Musik, die man im Auto bei offenem Fenster hören möchte, und Musik, die gut zu einem kuscheligen Novembernachmittag auf dem Sofa passt. Es sind persönliche Geschichten aus dem Leben der jungen Songwriterin – in einem ihrer Stücke etwa erzählt sie von den Gefühlen des Moments, in dem sie das alte, leer stehende Haus ihrer Oma betritt.

In der Musik werden die Erinnerungen an ihre Kindheit lebendig, fast sei es so, als könne sie die Suppe ihrer Großmutter riechen. Alle Lieder hat Sarah Straub selbst geschrieben – bis auf eines: „Taking my chances.“ Sie habe diesen Song gehört und es sei so gewesen, als wäre es ihr eigener. „Das Lied passt zu uns. Es ist so positiv und hoffnungsvoll. Ich sage Ihnen, das ist ein Hit.“ Ein Hit, dessen Name Programm sein soll: denn ihre musikalischen Chancen will Sarah Straub jetzt nutzen.

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