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10.06.2014

Schmieren, schwitzen, schwimmen

Der kleine Tim aus Hochstein kühlte sich heute in seinem kleinen Pool im Garten ab.
Bild: Brigitte Nettel

Menschen suchen im Wasser Abkühlung. Vierbeiner setzen auf ihr dickes Fell

Die Temperaturen liegen schon seit einigen Tagen bei über 30 Grad. In der Sonne ist es beinahe unerträglich heiß, die Menschen suchen nach Abkühlung. Shorts, luftige T-Shirts, Trägerhemdchen und leichte Sommerkleider – was die Passanten gestern in Dillingen trugen, ist für die Angestellten der Geldinstitute tabu. Dennis Grändorf von der Sparkasse Dillingen sagt: „Wer jetzt erwartet, dass wir bei der Hitze alle mit Badehose in den Büros sitzen, irrt sich.“ An Anzug und Krawatte gebe es kein Vorbeikommen – auch nicht bei der Raiffeisenbank. Vorstand Rainer Hönl: „Wir haben Ventilatoren, und am Schreibtisch ist es angenehm. Ab und zu geben wir unseren Mitarbeitern auch einmal ein Eis aus.“

Am Wochenende zog es viele Menschen zur Abkühlung ins Eichwaldbad. Am Pfingstmontag waren 3200 Badegäste da. Wolfgang Behringer von den Stadtwerken Dillingen-Lauingen sagt: „Das war auf jeden Fall ein Rekordtag.“ Beim größten Ansturm um die Mittagszeit fiel dann ein Kassenautomat aus. Glücklicherweise konnte der Bademeister das kaputte Gerät rasch reparieren. Dennoch bildete sich schnell eine lange Schlange vor dem Kassenhäuschen.

Für diejenigen, denen es im Freibad zu voll ist, hat Hermine Matzke vom Kneippverein Gundelfingen eine Empfehlung. Im Storchenschritt durch das Kneipp-Bad sorge nicht nur für Abkühlung, sondern sei auch gut für die Gesundheit. Matzke sagt: „Es regt die Durchblutung der Beine an und sorgt für ein besseres Wohlbefinden.“ Auch das Immunsystem werde gestärkt: „Wer den ganzen Sommer über kneippt, hat im Winter weniger Erkältungen.“

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Sowohl beim Baden als auch beim Kneippen gilt: Eincremen nicht vergessen. Dabei hat man die Qual der Wahl zwischen verschiedensten Lichtschutzfaktoren. Katharina Münch von der Marien-Apotheke in Dillingen empfiehlt, je nach Hauttyp auszuwählen: „Kinder oder hellhäutige Menschen brauchen einen hohen Lichtschutzfaktor von 50.“ Man solle die Sonne keinesfalls unterschätzen. „Die Haut ist durch den Winter an keine Sonne gewöhnt.“ Zudem rät sie sich jedes Jahr neu einzudecken, denn Sonnencreme werde mit der Zeit unwirksam.

Gut eincremen mussten sich auch die Fußballer vom SV Hohenaltheim und der SpVgg Gundremmingen. Sie hatten gestern Abend ihr Relegationsspiel um den Aufstieg in die A-Klasse. Hubert Hochstädter, Abteilungsleiter der gastgebenden SG Lutzingen, sagte vor dem Spiel: „Wir stellen an der Seitenlinie Eimer mit Wasser auf, damit die Spieler sich erfrischen können.“

Auch den Tieren macht die Hitze zu schaffen. Tierärztin Silke Bretzinger aus Lauingen empfiehlt daher, Spaziergänge mit dem Hund auf die frühen Morgenstunden oder den Abend zu verlegen. Ganz wichtig sei, dass der Hund immer Zugang zu Wasser hat. Außerdem rät sie zu mehrere kleine Mahlzeiten: „Eine große Mahlzeit ist für den Magen sehr belastend.“ Den Hunden das Fell zu schneiden, hält sie für keine gute Idee. „Das dicke Fell wirkt isolierend und hilft sogar gegen die Hitze.“

Den Allergikern im Landkreis macht nicht nur die Hitze zu schaffen – sondern auch der Pollenflug. Das bestätigt Dr. Uta-Maria Kastner, Leiterin der Abteilung Gesundheit am Landratsamt in Dillingen. Bei den Gräserpollen gebe es derzeit eine hohe Belastungsintensität. „Sie gehören neben den Frühblühern, wie Birke, Erle oder Hasel, zu den häufigsten Allergieauslösern.“ Kastner rät Allergikern deshalb, sich möglichst wenig im Freien aufzuhalten und Anstrengungen zu vermeiden. Zudem sollte man eine Sonnenbrille tragen, damit die Pollen nicht direkt ins Auge treffen. Vor dem Schlafen sei Haarewaschen wichtig: „Damit spülen Sie die Pollen vom Tage aus Ihren Haaren.“ Gelüftet werden sollte in ländlichen Gebieten am besten zwischen 20 und 24 Uhr, da sei die Belastung nachweislich am geringsten.

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