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Einweihunt

18.10.2015

Schmuckstück statt Sportsilo

In Zöschingen wurde gestern feierlich die neue Gemeindehalle eingeweiht.
Bild: Foto: Gaugenrieder

 In Zöschingen wurde gestern die neue Gemeindehalle gefeiert. Sie wurde schon mit einem Hotel verwechselt

von Katharina Gaugenrieder

 Als „richtiges Sportsilo“ hat Architekt Dieter Domes die alte Gemeindehalle einmal bezeichnet, verrät Zöschingens Altbürgermeister Norbert Schön. Doch das ist schon einige Jahre her. Viel ist in der Zwischenzeit auf dem Ghagberg passiert. So viel, dass Bekannte kürzlich die Gemeinderätin Marion Baur gefragt haben, ob denn in Zöschingen da oben am Berg ein neues Hotel entstanden sei. Ein Hotel ist es nicht, das da am Sonntag in der kleinsten Landkreisgemeinde eingeweiht wurde. Aber ein Schmuckstück, wie Bürgermeister Tobias Steinwinter stolz sagt. Und nach dem Gemeindezentrum ein entscheidender Schritt für die Belebung der Ortsmitte. 17 Monate hat es gedauert, bis aus dem einstigen „Sportsilo“ das „Schmuckstück“ wurde. Doch schon zuvor hatten sich die zukünftigen Nutzer, die Bürger und die Vereine, in fünf Hallenwerkstätten ausgiebig Gedanken gemacht, was sie denn eigentlich haben wollen. Herausgekommen ist eine moderne „Sport-, Fest- und Veranstaltungshalle“, die laut Steinwinter für alle Veranstaltungen von der Familienfeier bis zum Theaterabend genutzt werden kann – einen spektakulären Blick über Zöschingen gibt es dabei inklusive. 3,05 Millionen Euro hat das größte Projekt in der Geschichte Zöschingens gekostet. Und ohne den Zuschuss der Städtebauförderung in Höhe von 1,08 Millionen Euro hätte es nicht gestemmt werden können. Doch auch so blieb der Gemeinde nach Abzug der Vorsteuer ein Eigenanteil von 1,55 Millionen Euro. Geld, das gut investiert ist, wie am Sonntag zahlreiche Festredner betonten.

So sprach der Landtagsabgeordnete Georg Winter vom i-Tüpfelchen auf dem Gemeindeleben und betonte, dass die Halle für das großartige Miteinander im Bachtal stehe. Sein Kollege Johann Häusler dankte den Zöschingern für ihr außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement und Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange erklärte, dass die Halle nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern vielmehr ein Prunkstück und neuer Mittelpunkt im Gemeindeleben sei. Seine SPD-Kollegin Gabriele Fograscher gratulierte ebenfalls zum tollen Bau, der ein gelungenes Beispiel des Städtebauförderungsprogrammes sei. Ein Beispiel, mit dem sich ein lang gehegter Traum der Gemeinde erfüllt habe, so Landratsstellvertreterin Ingrid Krämmel. „Mit Zähigkeit, Sinn für das Machbare und anhaltendem Mut haben Sie dafür gesorgt, dass dieser Traum verwirklicht wurde.“ Was am Ende herausgekommen sei, sei nicht nur ein Gewinn für Zöschingen, sondern auch für den gesamten Landkreis.

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Vor allem aber auch für das Bachtal, wie Andreas Raab, der die Verwaltungsgemeinschaft seit Jahren planerisch begleitet, erklärte. Im Bachtal sei es gelungen, eine Gemeinschaft zu formen, die in Schwaben ihresgleichen suche. Dass sich das auch rechne, zeige sich nicht zuletzt bei dieser Gemeindehalle, die zukünftig interkommunal genutzt werden soll.

Den Schlüssel für den Bau übergab schließlich Architekt Johann Weißbecker an Bürgermeister Tobias Steinwinter. Der hofft jetzt darauf, dass die Halle in Zukunft mit viel Leben gefüllt wird. Einen kleinen Vorgeschmack auf dieses Leben gab es dann am Nachmittag mit dem Tag der offenen Tür und einem Theaterstück auf der neuen Bühne.

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