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27.07.2010

Schnelles Internet: Sonderheim ist Sorgenkind

Höchstädt Für die Wirtschaft ist es inzwischen so wichtig wie Bundesstraßen oder Autobahnen: das schnelle Internet. Dies ist auch das Ergebnis einer Umfrage der Stadt Höchstädt bei Unternehmen und Privathaushalten, über die Geschäftsstellenleiter Achim Oelkuch am Montagabend in der Stadtratssitzung informierte. So wünschen sich viele Firmen eine Übertragungsgeschwindigkeit im Netz von bis zu 40 Mbit/Sekunde. Davon ist Höchstädt noch meilenweit entfernt.

Auf dem Weg zum schnellen Internet hofft die Stadt nun auf ein Pilotprojekt der Telekom, in das 50 Kommunen in Deutschland aufgenommen werden. Auch Höchstädt wurde dafür von dem Kommunikationskonzern ausgewählt. Hier werden frei gewordene Frequenzen des analogen Fernsehens genutzt, informierte Oelkuch. In Höchstädt können so Internet-Geschwindigkeiten von etwa zehn Mbit/s (Megabits pro Sekunde) gewährleistet werden. Und dieses System sei auch noch ausbaufähig, sagte Oelkuch, der als "Breitbandpate" in Höchstädt fungiert.

75 Firmen antworteten

Auf die Befragung der Stadt zu Beginn des Jahres antworteten 85 Privathaushalte und 75 Firmen. In der Höchstädter Kernstadt hat ein Drittel der Befragten beim Internetzugang eine Bandbreite von weniger als einem Mbit/s zur Verfügung. Ein Drittel gibt die Übertragungsrate zwischen einem und drei Mbit/s an. Das dritte Drittel kommt auf Werte bis zu zehn Mbit/s. In Deisenhofen verfügen 25 Prozent der Befragten über eine Versorgung von unter einem Mbit/s, die anderen Haushalte kommen auf Werte bis zu sechs Mbit/s. Die Oberglauheimer geben für den gesamten Stadtteil eine Datenübertragung zwischen einem und sechs Mbit/s an.

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In Schwennenbach baut die Telekom gegenwärtig das Netz aus, Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 14 Mbit/s seien möglich, erläuterte Oelkuch. Sorgenkind ist Sonderheim. Dort verfügen alle Befragten nur über eine Breitbandversorgung von weniger als einem Mbit/s.

Die Stadt Höchstädt ist auch bei der Machbarkeitsstudie des Landkreises Dillingen dabei. Das Pilotprojekt der Telekom biete jetzt die Chance, günstig eine gute Breitbandversorgung zu bekommen, erklärte Geschäftsstellenleiter Oelkuch. Bürgermeisterin Hildegard Wanner sagte: "Wir sind am Thema dran, damit Höchstädt und seine Stadtteile mit schnellem Internet gut versorgt werden."

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