1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Schnelles Internet für Gundelfingen - umliegende Höfe gehen leer aus

Gundelfingen

23.02.2019

Schnelles Internet für Gundelfingen - umliegende Höfe gehen leer aus

Schnelles Internet für Gundelfingen: Die Gärtnerstadt will sich bei der Erschließung auf das Gebiet rund um das Zentrum konzentrieren.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Gundelfingen will sich beim Glasfaserausbau auf das Gebiet um das Zentrum konzentrieren. Andere Bereiche gehen dadurch leer aus.

Schnelles Internet will derzeit jeder haben. Die Frage ist nur, was machbar ist. Die Stadt Gundelfingen würde am liebsten nicht nur im gesamten Ortskern, sondern auch in den umliegenden Höfen Glasfasernetze verlegen und damit Surfen in hoher Geschwindigkeit ermöglichen. Doch so leicht ist das nicht. Das Stadtzentrum ist bereits mit einer Geschwindigkeit von 30 Megabit pro Sekunde erschlossen. Laut EU gilt dies bereits als „schnelles Internet“, weshalb es für den direkten Ortskern nach jetzigem Stand keine Förderung gibt.

Stattdessen will die Stadt das umliegende Gebiet ins Auge fassen. Dies umfasst in einem innenstadtnahen Kreis grob die Eckpunkte Gartenbauzentrale, Günzburger Straße 80 und 100, sowie Industrie-, Peterswörther und Stadionstraße. Ein zweiter Bereich würde auch die umliegenden Gebäude und Höfe einschließen. Etwa an der Äußeren Haunsheimer, der Äußeren Offinger und der Äußeren Günzburger Straße bis nach Birkenried.

Glasfaser in Gundelfingen: Es meldete sich genau ein Anbieter

Auf eine entsprechende Ausschreibung der Stadt meldete sich genau ein Anbieter: die Deutsche Telekom. Der Ausbau für beide Bereiche zusammen würde knapp 2,2 Millionen Euro kosten. Nach Abzug aller möglichen Fördermittel bliebe der Stadt ein Eigenanteil von 678000 Euro. In der jüngsten Sitzung überlegten die Ratsmitglieder, ob sie bereit sind, diese Summe auszugeben. Sie sind es nicht. Stattdessen wurde deutlich, dass sich das Gremium auf einen der beiden Bereiche beschränken möchte, um die Kosten zu drücken – das innenstadtnahe oder das umliegende Gebiet. Ingo Blatter (FW) machte deutlich, dass für ihn nur die Lösung rund um das Zentrum Sinn macht. „Nur dort ist das Gebiet vernünftig zu erschließen und eine Wirtschaftlichkeit herzustellen“, sagte Blatter. Der Stadtrat folgte dieser Auffassung und entschied sich einstimmig dafür, zunächst nur den Gebäuden rund um das Zentrum einen Glasfaseranschluss zu ermöglichen. Die Gesamtkosten fallen dadurch auf gut 660000 Euro, der Stadt bleibt nach Abzug der Fördermittel ein Eigenanteil von rund 130000 Euro.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Stadt will mit der Telekom nachverhandeln

Diskussionen gab es lediglich zu einem Gebäude im Gemeindebereich, das nach bisheriger Planung ebenfalls Leitungen für Turbo-Internet bekommen würde: eine alte, leer stehende Jagdhütte im Waldgebiet „Am Brückenhau“. Siegfried Wölz (SPD) empörte sich: „Man kann es auch übertreiben. Das ist ein unbewohntes Haus, das 100 Jahre alt ist.“ Die Stadt will nach Aussage von Bürgermeisterin Miriam Gruß nun mit der Telekom nachverhandeln, ob die Hütte aus den Planungen genommen werden kann. „Wenn dies gelingt, würde es den Preis minimieren“, sagte Gruß.

Lesen Sie auch: Immer noch kein schnelles Netz für alle Dillinger? An diesen Plätzen geht es schnell ins Internet Peterswörth kann jetzt schnell surfen

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren