Newsticker

Börsengang des Tübinger Biotechunternehmens CureVac erwartet
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Schock: Bei Dillingen Vögel über Feld aufgehängt

Dillingen

23.06.2020

Schock: Bei Dillingen Vögel über Feld aufgehängt

Dieser Anblick schockierte einen Leser beim Spaziergang zwischen Höchstädt und Kicklingen.
Bild: Josef Kaper

Plus Eine gruselige Szenerie zeigt sich auf Maisfeldern im Dillinger Ortsteil Kicklingen. Das ist passiert.

Bei einem sonntäglichen Spaziergang vor zwei Wochen zeigt sich Josef Kapfer aus Höchstädt ein grausiges Bild: In zwei Maisfeldern zwischen Höchstädt und Kicklingen waren Vögel an den Beinen aufgehängt. „Wie in einem Gruselfilm“, beschreibt Kapfer die Szenerie und fragte sich, ob so etwas erlaubt sei.

Dillinger Polizei stimmt Landwirt um

Der Fall ist der Polizeiinspektion Dillingen bekannt. Am 13. Juni hatten die Beamten bereits den Landwirt der Felder kontaktiert. Dieser hatte nach eigenen Angaben die Vögel zur Abschreckung von lebenden Artgenossen aufgehängt, die das Saatgut fressen. „Tiere aufzuhängen, kommt nicht gut an, und der Mann zeigte sich einsichtig“, sagt Polizeihauptmeisterin Katharina von Rönn am Dienstag auf Nachfrage.

Aufgehängte Vögel bei Dillingen: Keine Straftat

Der Bauer hatte damals angegeben, die Rabenkrähe nicht selbst erlegt, sondern sie im eingefrorenen Zustand von einem Jagdpächter erhalten zu haben, der hierfür eine Genehmigung gehabt hätte. „Daher ist das Aufstellen der Tierkadaver nur eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Tierische-Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes“, so von Rönn.

Schock: Bei Dillingen Vögel über Feld aufgehängt

Das Landratsamt Dillingen bewertet den Sachverhalt als „sehr fragwürdig“. Die Vorrichtung lasse den notwendigen Respekt vor dem toten Tier vermissen, hieß es auf Anfrage des Bund Naturschutzes aus dem Amt. Gemäß des Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) gehöre die Rabenkrähe zu den besonders geschützten Arten. Sie unterliege jedoch im Unterschied zur Saatkrähe dem Jagdrecht und sei in der Zeit vom 16. Juli bis 14. März. bejagbar.

Der Landwirt hatte sein Wort gehalten. Zwei Tage nach dem Polizeianruf waren die makabren Vogelscheuchen nicht mehr in den Maisfeldern zu sehen.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren