Minister

03.08.2013

Schwaben als Motor

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Sie fielen beim Ministerbesuch in Fultenbach nicht aus dem Rahmen (von links): Johann Demharter, Bürgermeister Erhard Friegel, Inhaber Josef Federle, Minister Martin Zeil und Alois Jäger.
Bild: Gaugenrieder

Martin Zeil besuchte Gartner und Federle und rührte die Trommel für die FDP

Landkreis „Der Fortschritt kommt aus Schwaben. Ich habe heute wieder festgestellt, dass München ohne Schwaben verloren wäre“, sagt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil am Abend bei der FDP-Wahlveranstaltung in Veitriedhausen. Eine Erkenntnis, die am Nachmittag während seiner Besuche bei der Firma Josef Gartner in Gundelfingen und bei Federle Holzbearbeitung in Fultenbach gereift ist. Die erste Station des Ministers auf seiner Tour durch den Landkreis ist dabei Gundelfingen. Dort präsentiert ihm Gartner-Geschäftsführer Klaus Lother eine Auswahl von prestigeträchtigen Gebäuden in aller Welt, bei denen die Fassadenbauer aus der Gärtnerstadt ihre Finger mit im Spiel hatten. Darunter auch die BMW-Welt. Ein Gebäude, in dem Zeil selbst schon des Öfteren war. „Das ist wirklich eine sensationelle Fassade. Und das ist genau der Punkt: Ohne die Kompetenzen in den Regionen wäre die Metropolregion München nicht das, was sie ist“, sagt Zeil. Doch nicht nur die. Denn vor nicht allzu langer Zeit, erzählt Lother, habe Gartner mit der Fassade des neuen Apple Campus im amerikanischen Cupertino den Zuschlag für das derzeit größte und komplexeste Bauvorhaben der Welt bekommen. Auf drei Jahre ist es projektiert. „Darauf sind wir wirklich sehr stolz“, sagt Lother. Und auch Zeil zeigt sich beeindruckt: „Ich finde es toll, dass wir bei solchen Projekten über die Qualität und Innovation als deutsche Unternehmen dabei sind“, sagt er. Doch für derartige Projekte wird es laut Lother auch für Gartner immer schwieriger, genügend Fachkräfte zu finden. Ein Problem, von dem der Minister immer wieder hört.

Die Herausforderungen, mit denen Lothar Hohenstatter bei der Fultenbacher Firma Federle an den Minister herantritt, sind dagegen andere. Er befürchtet, dass durch das Wirrwarr bei den DIN-Normen, die teils von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind, kleinere Schreinereien zunehmend ins Hintertreffen geraten. Auch dafür hat Zeil ein offenes Ohr. „Es wäre schön, wenn Sie mir dazu eine E-Mail schicken könnten“, sagt er, bevor ihn Seniorchef Josef Federle durch das Unternehmen führt, vorbei an zahllosen Fensterrahmen, die durch die Hallen schweben. Stolz ist man hier auch auf den neuesten Auftrag – die Sanierung der Fenster des naturwissenschaftlichen Instituts der Ludwig-Maximilian-Universität in München.

Am Abend dann ist der stellvertretende Ministerpräsident der Hauptredner bei einer FDP-Wahlveranstaltung in Veitriedhausen. Dabei verweist er auf die positiven Veränderungen in Bayern während der vergangenen fünf Jahre, in denen die FDP mitregierte – etwa in der Bildungspolitik, der Familienpolitik oder beim Breitbandausbau. Diese erfolgreiche Politik wolle man auch in den kommenden fünf Jahren fortsetzen. „Lassen wir Bayern so, wie es ist. Der Himmel ist weiß-blau und die Regierung ist schwarz-gelb“, ruft Zeil den Zuhörern zu, denen in der anschließenden Diskussion vor allem das Thema Atomkraft und soziale Gerechtigkeit unter den Nägeln brennt.

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