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Schwimmbad: Das muss sich Gundelfingen genau überlegen

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Kommentar Von Andreas Schopf
09.07.2019

Gundelfingen hat mit der Mittelschule und dem Hallenbad wegweisende Entscheidungen vor sich. Jetzt braucht es einen genauen Blick auf alle Argumente.

Das Projekt ist wegweisend für Gundelfingen. Immerhin geht es um die Zukunft der örtlichen Mittelschule und damit einen gewichtigen Standortfaktor für die Stadt. Dass die Schule fit gemacht werden muss für kommende Generationen, steht außer Frage. Die Stadt muss sich jedoch genau überlegen, auf welche Weise das geschehen soll. Die Konzepte, die im Stadtrat zur Sprache kamen, haben beide Vor- und Nachteile. Eine Sanierung würde bedeuten, dass man das Fundament der Mittelschule und damit ein Stück Identifikation für jetzige, aber auch frühere Schüler behalten könnte. Die Sanierung wäre jedoch schätzungsweise drei Millionen Euro teurer als ein Neubau und würde wohl auch etwa ein Jahr zusätzliche Bauzeit bedeuten.

Ein Neubau der Mittelschule wäre wohl günstiger

Ein Abriss der bestehenden Gebäude mitsamt einem Neubau wäre attraktiv, da er die Chance bieten würde, der Mittelschule von Grund auf ein modernes Gesicht zu verleihen und diese für die Zukunft zu rüsten. Die Variante des Neubaus wäre vermutlich sowohl kurz- als auch langfristig günstiger. Ob Gundelfingen dafür bereit ist, eine zentrale Einrichtung der Stadt abreißen zu lassen, müssen sich alle Beteiligten genau durch den Kopf gehen lassen.

Ebenso wie eine weitere Frage, die eng mit der Zukunft der Mittelschule verknüpft ist. Die Frage, ob sich die Stadt weiterhin ein defizitäres Schwimmbad leisten möchte – und das angesichts einer angespannten Haushaltslage und diverser anderer Großprojekte, die anstehen.

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Einst stand in Gundelfingen das einzige Bad im Landkreis

Einige Argumente sprechen dafür, den Standort aufrechtzuerhalten. Das Bad ist wichtig für die Stadt und die umliegenden Orte, für Schüler, Vereine und Privatleute – erst recht in Zeiten, in denen immer weniger Kinder schwimmen können. Sollte Gundelfingen das Bad, das vor mehr als 50 Jahren noch das einzige im Landkreis war, jetzt aufgeben, wird die Stadt wohl keines mehr bekommen.

Bis zu einer Entscheidung braucht es nun einen genauen Blick auf die Argumente beider Seiten – und ins Sparschwein.

Lesen Sie hier den Artikel dazu: Das Gundelfinger Hallenbad hat eine ungewisse Zukunft

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