1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Sein Herz schlägt für die Geschichte von Blindheim

Blindheim

05.03.2019

Sein Herz schlägt für die Geschichte von Blindheim

Erwin Mayer im Stadel im Blindheimer Heimathaus. Für die Heimatgeschichte seines Dorfes schlägt sein Herz. Heute feiert Mayer seinen 80. Geburtstag.
Bild: Karl Aumiller

Erwin Mayer feiert seinen 80. Geburtstag. Der Blindheimer Ehrenbürger ist in seinem Heimatdorf ungebrochen aktiv. Besonders die Geschichte des Ortes liegt ihm am Herzen.

Erwin Mayer lacht laut auf und sagt: „Ruhestand? Das wäre ja furchtbar.“ Er mag und schätzt es deshalb sehr, dass er seit vielen Jahren im Unruhestand lebt. Das macht ihn glücklich, das treibt ihn an. „Deshalb kann ich nur Danke sagen und diesen Dank weitergeben. Es ist nicht selbstverständlich und für mich doch auch überraschend, dass ich 80 Jahre alt werde“, sagt Mayer. Am Dienstag feiert der Blindheimer Ehrenbürger diesen besonderen Geburtstag. Erst im kleinen Kreis mit Ehefrau, Kindern, Enkelkindern und engsten Freunden. Am Sonntag dann größer im Gasthaus Zum Kreuz. „Darauf freue ich mich, es kommen alle meine lieben Menschen, die mich immer unterstützen.“ Denn Erwin Mayer ist in seinem Heimatdorf höchst aktiv. Bis heute.

Heimatverein Blindheim ist sein Lebenselixier

60 Jahre Gesangverein, 24 Jahre Vorsitzender des Veteranenvereins, 43 Jahre Lektor in der Kirche, 18 Jahre Pfarrgemeinderatsvorsitzender, 30 Jahre Vorsitzender des Heimatvereins und noch Mitglied bei der Feuerwehr. „Wo man mich braucht, bin ich da“, sagt der 80-Jährige. Dabei wolle er keinesfalls sich in den Vordergrund stellen. Es mache ihm einfach Spaß, sich für seine Heimat einzusetzen und zu engagieren. Auch ein Grund, warum er vor zwei Jahren von der Gemeinde Blindheim zum Ehrenbürger ernannt wurde.

Zwar ist Mayer in allen Vereinen mit Vollblut dabei. Sein Herz schlägt aber für den Heimatverein. Das ist sein Lebenselixier, wie er selbst beschreibt. „Wenn ich zum Heimathaus rübergehe, dann geht mir das Herz auf. Dann bin ich glücklich“, erzählt er. Und es sei jedes Mal eine Genugtuung. Dafür, dass sich der Aufwand vor mehr als 30 Jahren gelohnt hat – trotz aller Gegner und Kritik. Als die Dorferneuerung im Raum stand, gab es einen Schandfleck in Blindheim: den Zillenbauernhof. Viele wollten ihn damals abreißen. Erwin Mayer nicht. Ihm ist es zu verdanken, dass aus dem uralten Gebäude ein preisgekröntes Schmuckstück wurde. Das Heimathaus ist mittlerweile Dreh- und Angelpunkt im Dorf. Sowohl für Einheimische als auch Auswärtige. Allein die Sanierung hat mehr als 2000 ehrenamtliche Stunden gebraucht, Erwin Mayer konnte dabei immer auf treue Freunde zählen. Dafür ist er bis heute dankbar.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Silberdistel unserer Zeitung erhalten

Für sein großes Engagement hat der Blindheimer auch die Silberdistel unserer Zeitung verliehen bekommen. „Geschichte ist für mich mein ein und alles. Sonst wäre ich da nicht so reingerutscht“, sagt er und lacht. Denn seit Gründung des Heimatvereins vor 30 Jahren ist er auch der Vorsitzende. Heuer sind Neuwahlen. Erwin Mayer wünscht sich einen jüngeren Nachfolger, der findet sich aber nicht so einfach. „Ich bin 80, es reicht. Aber jetzt schauen wir mal. Im Stich lasse ich nichts.“

Lesen Sie auch:

Warum der Heimatverein Blindheim so wichtig ist: Exotisch und unverzichtbar

Die Geschichte des Ortes: Das Dorf Blindheim blickt auf seine Geschichte

Eine Bilderwanderung mit Erwin Mayer: Die Donau – und ihre beiden Gesichter

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren