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Dillingen

09.01.2019

Sie geben ihr Bestes für Dillingen

Verdiente Dillinger hat Oberbürgermeister Frank Kunz (Mitte) beim Neujahrsempfang im Stadtsaal geehrt. Den Bürgerbrief erhielten (von rechts) Pfarrer Manuel Kleiner, Pfarrerin Sabine Verron-Kleiner und Rüdiger Borke. Karl Hörbrand wurde mit der goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Frank Kunz zeichnet beim Neujahrsempfang vier Bürger für ihren Einsatz zum Wohle der Stadt aus. Am Ende geben Geehrte einen bemerkenswerten Impuls.

Der Steinheimer Rüdiger Borke zählt zu den vier Persönlichkeiten, die beim Neujahrsempfang im Dillinger Stadtsaal geehrt werden. Das Thema des Abends ist das Miteinander der Stadt und ihrer Soldaten. Und der Oberstleutnant im Ruhestand kann dafür als Beispiel stehen. Elf Mal ist gebürtige Königsberger (heute Kaliningrad) während seiner Bundeswehrzeit umgezogen. „Mein zwölfter Umzug nach Steinheim war der letzte.“ Der Grund: In seiner Zeit als Bataillonskommandeur in Dillingen von 1974 bis 1977 habe er die meisten guten Freunde gefunden. Borke sagt unserer Zeitung, warum ihm das Dillinger Land gefällt: „Es sind freundliche Menschen hier.“ Oberbürgermeister Frank Kunz zeichnet Borke mit dem Bürgerbrief aus. Er habe als Kommandeur das Miteinander von Stadt und Bundeswehr gefördert, die Kaserne für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und 1975 den ersten Neujahrsempfang der Bundeswehr organisiert. Zum Tag der offenen Tür 1976 kamen 20000 Gäste. Zudem engagiert sich Borke im CSU-Ortsverband Dillingen. Der heutige Ehrenvorsitzende organisiert seit 24 Jahren den monatlichen CSU-Stammtisch, der für alle Interessierte offen ist.

Leitsatz: "Dort helfen, wo Hilfe benötigt wird"

Den Bürgerbrief erhält auch das Pfarrer-Ehepaar Sabine Verron-Kleiner und Manuel Kleiner für den Einsatz zur Stärkung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Kunz dankt den beiden dafür, „dass sie im Laufe der zurückliegenden 20 Jahre einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Gemeinschaft und zum Gelingen der Ökumene in unserer Stadt geleistet haben“. Das Ehepaar mache sich mit Leidenschaft und Erfolg für das gelebte Miteinander der Konfessionen stark. Kunz würdigt auch den Einsatz der Pfarrerin im Religionsunterricht und in der Schulseelsorge – und das soziale Engagement des Ehepaars. Sabine Verron-Kleiner und Manuel Kleiner setzten sich unter anderem für Spätaussiedler, bedürftige Mitbürger und Flüchtlinge ein. Ihr Leitspruch laute: „Dort helfen, wo Hilfe benötigt wird.“

Die goldene Bürgermedaille – die höchste Auszeichnung des Abends – erhält Karl Hörbrand. Der Fristinger mache sich seit Jahrzehnten in zahlreichen Ehrenämtern für die Musik, die heimische Tradition und die Landwirtschaft stark. Schon als 15-Jähriger trat Hörbrand in den Fristinger Kirchenchor ein, wo er bis zum heutigen Tage singt. Seit 1975 lässt er beim Musikverein Donautaler Fristingen-Kicklingen die Tuba erklingen. 20 Jahre lang war er dort Jugendleiter, anschließend, bis 2013 fast zwei Jahrzehnte Vorsitzender. Der Ehrenvorsitzende hilft auch heute noch bei Festen mit. Hörbrand war von 2002 bis 2017 Zweiter Vorsitzender des Zuchtverbands für das schwäbische Fleckvieh, und seine Krippen und Krippenfiguren sind immer wieder bei Ausstellungen zu sehen.

Ein Augenblick der besonderen Zuwendung

Das Ehepaar Kleiner dankt im Namen aller Geehrten – es ist ein bemerkenswerter Impuls für den Start ins neue Jahr. Dieser Neujahrsempfang wirke nach dem plötzlichen Tod des Stadtrats Peter Söhner sehr intensiv, sagt Pfarrer Manuel Kleiner. Es werde auf schmerzliche Weise erfahrbar, wie nahe Frohsinn und Trauer liegen können und wie kostbar die Zeit sei, die Menschen in ihrem Leben bekommen. Sabine Verron-Kleiner zitiert den Dichter Andreas Gryphius: „Mein sind die Jahre nicht,/die mir die Zeit genommen;/ mein sind die Jahre nicht,/ die etwa mögen kommen;/ Der Augenblick ist mein,/ und nehm ich den in acht,/ so ist der mein,/ der Zeit und Ewigkeit gemacht.“ Sie dankt stellvertretend für die anderen „für diesen Augenblick der besonderen Zuwendung“.

Pfarrer Kleiner ruft dazu auf, weiterhin für die Stadt „das Beste“ zu suchen. Und anhand einer Erzählung von einem Vater mit seinen sieben Söhnen erklärt der Geistliche, dass man nur durch Zusammenhalt und Einigkeit vorankomme. Die Söhne stehen für sieben Stäbe. Jeder einzelne könne allein leicht zerbrochen werde, demonstriert Kleiner den Hörern. Wenn sie aber zusammengebunden sind, sei dies nicht möglich.

Den Artikel über den Neujahrsempfang finden Sie hier: Dillingen feiert seine Soldaten
Außerdem erklärt Berthold Veh in seinem Kommentar: Der Dillinger Neujahrsempfang wird nachwirken

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