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Wettkampf

11.07.2016

Sie rudern auf Drachen um die Wette

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Die Ninjas der HSG Lauingen-Wittislingen traten mit freiem Oberkörper an.

Beim vierten Drachenbootrennen in Lauingen steht der Spaß im Vordergrund. Die Teams sind gut vorbereitet und treten zum Teil in ungewöhnlichen Outfits an

Im Takt der Trommelschläge tauchen sie die Paddel ins Wasser. Der Bug ihres Schiffs, den ein Drachenkopf ziert, pflügt sich durch die Donau in Richtung Ziel. Doch bei der Regatta in Lauingen geht es nicht nur um Geschwindigkeit. Denn beim vierten Drachenbootrennen des Ruder- und Surfclubs Lauingen gab es eine Neuerung: Das Publikum wählt einen zusätzlichen Gewinner, das Team mit der originellsten Kleidung.

Auf diesen Titel hat es wohl auch die Mannschaft der Handballer von der HSG Lauingen-Wittislingen abgesehen. Ihr Outfit besteht vor allem darin, wenig anzuhaben. Die Sportler sind nur mit Badehosen und einem Stirnband mit japanischer Flagge bekleidet. Das Team „Ski, Bike und Spaßclub“ muss hingegen schwitzen. Die Mitglieder sind an schwarzen Pudelmützen mit gelbem Bommel zu erkennen.

Ganz zu vernachlässigen ist die Geschwindigkeit aber nicht. In den ersten beiden Runden stoppen die Veranstalter die Zeit. Daraus ergeben sich die Paarungen fürs Finale. 14 Männer und Frauen rudern in jedem Boot – hinzu kommen ein Trommler und ein Steuermann. Die Teams des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm und das Team der Firma Deutz treten als „Profiboote“ nur gegeneinander an. Ihre Ergebnisse fließen nicht in die Gesamtwertung ein.

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Zum ersten Mal dabei ist ein Team vom Kreiskrankenhaus Günzburg. Auf den Köpfen haben die Doktoren, Schwestern und Pfleger Hauben, ähnlich denen, die sie im OP tragen. „Das Training hat ganz gut ausgeschaut“, sagt Teamchefin Monika Gürtler. Gut, als die Mannschaft am Tag zuvor das erste Mal im Boot saß, sei es noch „ein bisschen asynchron gewesen“. Das habe sich aber gelegt. „Und dann gab’s Erdbeerlimes und Sekt. Zur moralischen Unterstützung“, sagt Gürtler. Gegen ihre als Indianer verkleideten Gegner der Kolpingsfamilie Lauingen verlieren sie aber das erste Rennen.

Das Landratsamt tritt mit gleich zwei Booten an. Landrat Leo Schrell gibt einmal den Takt an, dann rudert er. Mit ihrer Zeit erreichen sie allerdings nur einen der hinteren Plätze. Das gibt dem Team „Albertros“ eine Chance, sein Ziel zu erreichen. Frank Hartmut, Lehrer am Lauinger Albertus-Gymnasium und zuständig für das Schulrudern, sagt: „Besser als das Landratsamt sein, das ist unser Ziel.“

Am Ende reicht es dennoch nicht ganz, das Team „Landratsamt 2“ landet einen Platz vor den Schülern. Bei den Hobbyfahrern gewinnen die Handball-Ninjas der HSG vor den „Schweren Jungs“ von BSH und dem Lauinger Spaßclub. Das Duell der „Profis“ entscheidet der „Medical Express“ vom Ulmer Bundeswehrkrankenhaus für sich. Zu den Bestangezogenen wählen die Zuschauer die Indianer der Kolpingsfamilie.

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