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Hochstein

15.01.2019

Sind die Schulbusse im Kesseltal überfüllt?

Auf der Straße in Hochstein war trotz der Schneedecke auch für den Schulbus noch ein sicheres Weiterkommen möglich, wie im Bild zu sehen ist.
Bild: Nettel

Eine besorgte Mama aus Hochstein sagt, dass zu viele Kinder in den Bussen seien. Sie erzählt von einem besonderen Vorfall.

Sonja Gerstmayr macht sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder. Die Mama aus Hochstein hat sich deshalb mit einem Brief an unsere Zeitung gewandt, in dem sie schreibt, dass der Schulweg für die Kleinen in dem Kesseltaler Ort gefährlich sei – weil teilweise so viel Schnee lag und zudem die Busse übervoll seien. Bei winterlichen Witterungsverhältnissen sei deshalb „eine gefahrlose Beförderung der Schulkinder nicht gewährleistet“. Und die besorgte Mama berichtet auch noch über eine ganz kuriose Situation: Vor Weihnachten sei ein Schulbus im Einsatz gewesen, bei dem sich während der Fahrt die Tür öffnete, und der Busfahrer daraufhin versucht habe, die Tür mit seinem Gürtel zu sichern. Grundsätzlich sei aber der Winterdienst gut, relativiert sie vor wenigen Tagen. Auch Alfred Lechner, Ansprechpartner für den Winterdienst in der Marktgemeinde Bissingen, teilt auf Anfrage mit, dass bei ihm im Rathaus keine einzige Beschwerde bezüglich des Winterdienstes bislang eingegangen sei.

Im Gegenteil: Viele Bürger im Kesseltal hätten sich bei ihm für den unverzüglichen Winterdienst bedankt und zollten den Einsatzkräften, die mit Schneepflügen und Salzfahrzeugen unterwegs waren, Hochachtung für ihren unermüdlichen stundenlangen Einsatz. Werner Hertle, zuständig für den Winterdienst in den Ortsteilen Reimertshof, Stillnau, Buggenhofen, Kesselostheim, Buch, Unterbissingen, Bissingen, Hochstein, Göllingen, Fronhofen, Kömertshof und Oberliezheim, sagt, dass er an diesem besagten Tag, an dem laut Gerstmayr so viel Schnee lag, bereits ab 5 Uhr im Einsatz gewesen sei. Der starke Schneefall habe gegen 7.30 Uhr eingesetzt, sodass zuerst die Hauptverbindungsstraßen in seinem Gebiet freigeräumt werden mussten. In diesem Zusammenhang teilte Hertle mit, dass der Winterdienst bei solchem Schneefall bis zu zwölf Stunden im Einsatz sei.

Das Problem der übervollen Busse sei bekannt

Bleiben die übervollen Busse. Dieses Problem, so schildert es Gerstmayr, sei bei der Gemeinde bekannt. Jürgen Ostermayr von der Gemeinde Bissingen sagt dazu, dass er im ständigen Austausch mit dem Busunternehmer stehe, im Rathaus seien auch noch keine Klagen über überfüllte Busse eingegangen. Für den Bustransport bei Hochstein ist Geschäftsführer Michael Besel vom Amerdinger Busunternehmen Gerstmayr verantwortlich. Er sagt: „Normalerweise sind die Kapazitäten der von uns eingesetzten Busse für den Bereich Bissingen so gewählt, dass jedes Schulkind einen Sitzplatz bekommt, egal, an welcher Haltestelle zugestiegen wird.“ Natürlich gebe es auch mal Ausnahmen. Wie bei der jüngsten Erkältungswelle vor rund vier bis fünf Wochen, als sich mehrere Fahrer krankgemeldet hatten. Dann müsse auch bei einzelnen Schulbuslinien damit gerechnet werden, dass Kinder mal kurzzeitig stehen müssten.

Angesprochen auf den Vorfall, dass sich eine Woche vor Weihnachten bei einem Bus während der Fahrt die Tür geöffnet habe, teilte Geschäftsführer Besel mit, dass er darüber keine Kenntnis habe. In solch einem Fall habe ausschließlich der Fahrer zu entscheiden und zu handeln. Wenn er die Tür, wie angegeben, mit seinem Gürtel habe sichern können, ohne seine Fahrgäste zu gefährden, habe dies in seinem Ermessen gelegen. Ansonsten hätte er den Bus mit den Schulkindern umgehend abstellen müssen, so der Geschäftsführer.

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