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Leserbriefe

25.06.2019

So debattieren unsere Leser über das Thema Klima

Mit der artgerechten Nutzung von Grünflächen soll sich in Obergriesbach ein „grüner runder Tisch“ befassen
Bild: dpa,Gregor Fischer (Symbolfoto)

Die Grünen im Landkreis Dillingen haben gefordert, den Klimanotstand auszurufen - das führte zu Leserbriefen, die ihrerseits wieder Reaktionen hervorgerufen haben.

Bildungsnotstand? Und wie!

Zum Leserbrief von Hubert Mayer „Bildungsnotstand kontra Klimanotstand“ vom 19. Juni (den Leserbrief finden Sie hier):
Wolfgang Kempter, Wertingen: Nach meiner Lektüre Ihres Leserbriefes zum Thema in der Zeitung, bin auch ich durch Ihre Ausführungen zu der Überzeugung gelangt, dass hier ein Bildungsnotstand vorliegt. Sie haben das mit Ihren Ausführungen eindrucksvoll nachgewiesen.

Klima: Wir werden an der Nase herumgeführt

Zum Leserbrief von Hubert Mayer: „Bildungsnotstand statt Klimanotstand“ (den Leserbrief finden Sie hier):
Günter Ohnheiser, Wortelstetten: Endlich hat mal eine Zeitung den Mut und druckt einen Leserbrief von Herr Audibert in der Wertinger Zeitung (auch in der Donau-Zeitung, Anm. d. Red.) ab. Meiner tiefsten Überzeugung nach hat er zu 100 Prozent recht. Alle anderen Wissenschaftler handeln nach dem Prinzip: Wessen Brot ich esse, dessen Lied sing ich. Wenn man sich einmal ein bisschen Zeit nimmt und die Klimawerte der Vergangenheit studiert, kommt auch der Einfältigste darauf, dass wir hier an der Nase herum geführt werden! Dass CO2 klimawirksam ist, dafür gibt es keinen noch so kleinen Beweis! Was ist das stärkste Treibhausgas? Wasserdampf. Also weiter so, und lassen Sie bitte auch eine andere Meinung zu.

Klima: Unser zögerliches Handeln ist paradox

Zum Artikel „Grüne wollen den Klimanotstand im Kreis ausrufen“ (den Artikel finden Sie hier) vom 15. Juni und den Leserbriefen dazu:
Engelbert Kigele, Lauingen: Klimanotstand scheint zunächst ein polarisierendes Wort zu sein. Viele tun sich mit diesem Begriff schwer, wenn politisches Handeln in unserem Landkreis damit begründet werden soll. Dabei sind die Folgen unserer Lebensweise für das Klima und deren dramatischen Auswirkungen spätestens seit den 70-er Jahren bekannt und in vielen Klimazonen mittlerweile schon bedrohlich spürbar. Wir alle ließen sehenden Auges die Katastrophe auf uns zukommen. Egal, ob der Kipppunkt in neun oder erst in 30 Jahren kommen sollte, gilt es jetzt entschieden zu handeln. Erdgeschichtlich, aber auch bezogen auf die Menschheitsgeschichte, sind diese wenigen Jahre nur ein Wimpernschlag. Dies zögerliche Handeln in Fragen des Klimaschutzes mit dramatischen Folgen für die gesamte Menschheit ist paradox. Versuchen wir doch sonst, umfassend vorzusorgen: Versicherungswirtschaft, die zu hinterlegenden Sicherheiten für einen Baukredit, Aufwand von Betrieben für ihr Risk Management oder die Arbeitssicherheit sind Beispiele unseres sonstigen Umgangs mit vermeintlichen Risiken. Wenig hilfreich ist es, sich gegenseitig Vorwürfe wegen Versäumnissen in der Vergangenheit zu machen. Auch der Vorwurf Klimanotstand sei eine Erfindung des grünen Populismus, versucht eine ernsthafte Debatte zu unterdrücken. Klimagesetz in der Bundespolitik und Klimanotstand in unserem Landkreis eröffnen hingegen neue Sichtweisen. Sie übertragen die Verantwortung auf die jeweilige Ebene, die im konkreten Fall zu entscheiden hat. Eine kurze Anmerkung zu den Klimawechselleugnern: Die Tatsache des Klimawandels und dessen sich anbahnenden dramatischen Folgen ist weltweit unter seriösen Wissenschaftlern unbestritten. Es sei auf die umfangreiche Seite „Klimawandelleugner“ in Wikipedia verwiesen. Dort werden alle naturwissenschaftlichen Aspekte des Klimawandels allgemein verständlich dargestellt.

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