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Haushalt

27.05.2015

„So ganz locker machen wir die Schule nicht“

Die Sanierung kann Bächingen nicht aus eigenen Mitteln zahlen. Was deshalb getan werden muss

„Es ist ein Haushalt der Notwendigkeiten.“ So beschreibt Bächingens Bürgermeister Roland Grandel den Etat für 2015, den der Gemeinderat kürzlich verabschiedet hat, beim Besuch in der DZ-Redaktion. Schon allein aufgrund der Einnahmesituation könne Bächingen in diesem Jahr keine großen Sprünge machen. Weil die Gemeinde vor zwei Jahren bessere Zeiten hatte, bekommt sie in diesem Jahr 17000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen. Gleichzeitig muss sie 29000 Euro mehr Kreisumlage zahlen.

Insgesamt, sagt Roland Grandel, könne man in diesem Jahr nur 94000 Euro vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt zuführen. Zieht man davon die Tilgungen in Höhe von 80000 Euro ab, dann bleiben der Kommune gerade einmal 14000 Euro, die sie übrig hat, um damit Investitionen zu tätigen.

Dabei stehen durch die Schulsanierung gewaltige Ausgaben an. Etwa 1,85 Millionen Euro sind dafür laut Grandel veranschlagt. „Die Finanzierung dafür steht noch nicht endgültig, wir warten noch auf die Aussage zur Förderhöhe“, erklärt der Bächinger Bürgermeister. Trotzdem hoffe man, dass man im Herbst mit den Arbeiten beginnen könne. „Definitiv kann das heute aber noch niemand sagen.“ Nach einer ersten Anfinanzierung im Haushaltsjahr 2014 schlägt die Sanierung in diesem Jahr erstmals richtig zu Buche. 500000 Euro sind dafür eingeplant. Viel Geld, das die Gemeinde nicht hat. Deshalb ist für 2015 eine Kreditaufnahme in eben jener Höhe geplant. Gleichzeitig sollen aus den Rücklagen 197000 Euro entnommen werden.

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Neben der Schulsanierung sind für 2015 auch 300000 Euro für den Grunderwerb in den Haushalt eingestellt. Hier erwirbt die Gemeinde beispielsweise gemeinsam mit Gundelfingen, Lauingen und einem Kiesunternehmer die Schlosswiesen für zukünftige Ausgleichsmaßnahmen. 60000 Euro sind für die Lernorte Brenz vorgesehen, 150000 Euro für die Erschließung des Baugebiets Seelachfeld II sowie 15000 Euro für den Bebauungsplan Krautgärten. Ob hier letztlich wirklich einmal gebaut werden kann, sei aber noch nicht sicher, sagt Grandel. Da müsse noch einiges abgeklärt werden. Abgerissen werden soll daneben eine alte Scheuer am Recyclinghof. An ihrem Platz sollen dann Schüttboxen aufgestellt werden. Das Ganze wird gemeinsam mit einer Aktion des AWV geplant, die auf dem Gelände eine überdachte Halle erstellen will.

Durch die neue Kreditaufnahme wird Bächingen nach Angaben von Roland Grandel am Ende des Jahres voraussichtlich mit 1,35 Millionen Euro in der Kreide stehen. „Das ist schon ein stolzer Betrag. So ganz locker machen wir die Schule nicht“, sagt er.

„Aber das ist eine Pflichtaufgabe. Und da kommen wir nicht umhin die zu sanieren.“ Insgesamt haushalte Bächingen schon seit Jahren sparsam. „Unser Haushalt enthält keinen Luxus“, so der Bürgermeister.

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