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Projekt

27.05.2020

So geht Energiewende in Höchstädt

Im Bild (von links): Lehrer Gerhard Sandtner, Christoph Sauter mit seiner Guerilla-PV-Anlage und Christopher Kopp.
Bild: Thomas Mayr

Berufsschüler kühlen Lebensmittel mit Sonnenstrom und gewinnen wichtige Erkenntnisse

Was haben Digitalisierung und regenerative Energien gemeinsam? Diese Frage wurde bei der Präsentation der Projektarbeiten an der Technikerschule Höchstädt beantwortet: Eine mobile Balkon-Fotovoltaik-Anlage, die flexibel ohne Baugenehmigung in Mietwohnungen aufgestellt und für die ganzjährige Versorgung elektrischer Geräte mit kostenlosem Sonnenstrom eingesetzt werden kann. Alternativ dient sie auch als Begleiter auf Festivals zur umweltfreundlichen Kühlung von Lebensmitteln.

Auch Batterien, die ihre Lebensdauer schnell erreicht haben, gehören der Vergangenheit an: Eine organische Redox-Flow-Batterie, deren Elektrolyt aus dem Holzinhaltsstoff Lignin besteht, kann im Gegensatz zu den heute in Elektrogeräten und -Autos gängigen Lithium-Ionen-Batterien problemlos recycelt werden. Da das in regionalem Holz und Pflanzen enthaltene Lignin Konfliktmaterialien wie Kobalt oder Lithium ersetzt, verringert die „Lignin-Batterie“ unsere Abhängigkeit vom moralisch fragwürdigen Abbau dieser seltenen Erden. Außerdem fällt Lignin in großen Mengen als Abfallstoff in der Papierindustrie an.

Auch Umwege oder orientierungslose Sightseeing-Touren können schon bald Geschichte sein dank Augmented Reality. Hierbei wird der Smartphone-Besitzer während seines Rundgangs navigiert und mit Informationen zu den örtlichen Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten versorgt. Dazu entwickelte der Schüler Sandro Sabella (Bergheim) eine Methode zur technischen Umsetzung in einer App. Steffen Schmidt aus Löpsingen präsentierte eine wassersparende, intelligente Beregnungsanlage für Tennisplätze.

So geht Energiewende in Höchstädt

Die Erstellung eines Back-up-Konzepts sowie eines Katastrophen-Notfallplans für Same Deutz-Fahr in Lauingen durch Lukas Schuhmacher (Leipheim) oder die Abwehr eines Hackerangriffs auf ein Netzwerk, präsentiert von Tim Sprengart (Holzheim), unterstrichen den Lernerfolg der angehenden Staatlich geprüften Techniker.

Dank der erfreulichen Entwicklung der Schülerzahl musste die Präsentation der insgesamt 13 Technikerarbeiten auf zwei Tage verteilt werden, heißt es in der Pressemitteilung der Schule.

Die beiden Fachrichtungen Informatiktechnik und Umweltschutztechnik können an der Technikerschule Höchstädt im Rahmen der Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker erlernt werden.

Für weitere Informationen findet am Donnerstag, 28. Mai, an der Berufsschule Lauingen, Friedrich-Ebert-Straße 14, ab 18.30 Uhr ein Informationsabend statt. Anmeldungen für die zweijährige Weiterbildung werden noch bis Ende Juli angenommen. (pm)

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