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Landkreis Dillingen

22.01.2019

So klappt es mit der Fotovoltaik

Im Landkreis sollen mehr Fotovoltaikflächen entstehen.
Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Der SPD-Kreisverband unterstützt eine Initiative des Landkreises Dillingen. Es geht um die Frage, wie es weitergeht wenn die feste Einspeisevergütung ausläuft.

Der Landkreis Dillingen will mit einer „Sonnenkampagne“ vor allem den Bau von Fotovoltaikanlagen voranbringen (wir berichteten). Dies sei ganz im Sinne des SPD-Kreisverbandes, der, wie Dietmar Bulling in einer Pressemitteilung wissen ließ, diese Initiative voll unterstützen wird. Schließlich seien die Fotovoltaikanlagen ganz wesentliche Techniken, um die Energiewende zu ermöglichen. Begonnen hat der intensivere Bau von PV-Anlagen mit dem Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG), das im März 2000 in Kraft trat. Und damit war eine feste Einspeisevergütung verbunden.

Nach der Förderung: wohin mit den Strom?

Nächstes Jahr werden die ersten PV-Anlagen aus der Förderung gehen. Für eine Reihe von Anlagenbesitzern stellt sich dann die Frage, was sie mit ihrem Strom anfangen sollen. Für viele biete sich an, so die Arbeitskreissprecher Wirtschaft und Energie Wolfgang Konle und Tobias Rief, die Energie selbst zu nutzen.

Dazu benötige man einen Zweirichtungszähler und idealerweise einen Stromspeicher. Bis zu 80 Prozent seines Strombedarfs könne ein Haushalt mit einer PV-Anlage decken, wenn man einen Hausspeicher benützt. Die Europäische Union habe zudem zur Stärkung des Eigenverbrauchs ein Maßnahmenpaket beschlossen, das noch in nationales Recht umzusetzen ist.

Mit Strom heizen könnte sich lohnen

Demnach darf der eigene, selbst genutzte Strom künftig nicht mehr mit Abgaben und Umlagen belegt werden. Und wenn der Strom gänzlich kostenlos ist, würden auch ganz neue Lösungen in der Haustechnik interessant: Wer eine abgeschriebene PV-Anlage auf dem Dach hat und eine neue Heizung braucht, könnte sich beispielsweise überlegen, künftig mit Strom zu heizen. Doch was ist, wenn man den PV-Strom gar nicht selbst nutzen kann, beispielsweise weil die Anlage viel zu groß ist oder weil man nicht in eine neue Steuertechnik und Hausspeicher investieren will? Dann könnte man den Strom mit Sicherheit weiterhin einspeisen und vermarkten lassen, so der SPD-Kreisverband.

Die im Landkreis Dillingen zuständigen Stromversorger LEW, ODR und die Stadtwerke würden dazu noch in diesem Jahr ihre Vorschläge einbringen. Für den SPD-Kreisverband Dillingen ist sicher, dass die Fotovoltaik auch nach der Förderdauer eine Zukunft hat. (pm)

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