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27.04.2018

So läuft die Ulrichspreis-Verleihung ab

Die „Dillinger Barockbläser“ umrahmen die Ehrung von „Ärzte ohne Grenzen“ in der Studienkirche

Der Countdown für die Verleihung des Europäischen St.UlrichsPreises am Sonntag, 12. Mai 2018, an die Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ hat begonnen. Akribisch hat die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung in den zurückliegenden Wochen in enger Abstimmung mit dem Preisträger den Festakt zur Preisverleihung in der Studienkirche geplant.

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Mit von der Partie werden erneut die „Dillinger Barockbläser“ sein, die mit wenigen Ausnahmen bei jeder Preisverleihung seit Gründung der Stiftung vor 25 Jahren mitgewirkt haben. Den diesjährigen Festakt werden Leah Schneider (Posaune), Ralf Scheer (Posaune), Anja Sing (Tuba), Raimund Jonietz (Trompete), Veronika Berchtenbreiter (Trompete) und Astrid Ziemann (Trompete), unterstützt durch Christoph Graf an den Pauken, sowie der Organist der Basilika St. Peter, Dr. Axel Flierl, musikalisch umrahmen. Anja Sing, langjähriges Ensemblemitglied, freut sich über die Wahl des diesjährigen Preisträgers durch den Stiftungsvorstand: „Wenn jemand den Preis verdient hat, dann ‚Ärzte ohne Grenzen‘.

Sie leisten auf der ganzen Welt außerordentliche humanitäre Hilfe, oftmals als einzige Organisation in schlimmsten Krisengebieten“, sagt Sing. „Ärzte ohne Grenzen“ ist die deutsche Übersetzung des Namens der am 21. Dezember 1971 in Paris gegründeten größten internationalen Organisation für medizinische Nothilfe „Médecins Sans Frontières“. Vom Ursprung der Organisation hat sich Astrid Ziemann bei der Auswahl der Musikstücke inspirieren lassen. So werden die Dillinger Barockbläser gemeinsam mit Axel Flierl auf der Orgel zum Beginn des Festaktes um 11 Uhr das „Rigaudon“ des Barockkomponisten André Campra, Kapellmeister der Académie Royale de musique in Paris, aufführen. Campra zählt zu den bedeutenden französischen Komponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Als krönender Schluss zum offiziellen Festakt erklingt zudem das Präludium aus dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier, eines seiner bekanntesten Werke, welches heute als Fanfare bei Fernseh-Übertragungen im Rahmen der Eurovision verwendet wird. Zur Preisverleihung selbst erklingt der erste Satz aus der „Musique héroïque“, der „Heldenmusik“, mit dem Titel „La Majesté“. Obwohl mit der Bezeichnung „Maestoso“, ist der Satz gekennzeichnet durch seine punktierten Rhythmen und Jagdhornsprünge zwischen Akkordtönen. Telemann komponierte 1728 Musique héroïque in Hamburg. Rund 75 Minuten sind für den Festakt eingeplant.

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Dabei wird Landrat Leo Schrell in seiner Funktion als Vorsitzender der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung die Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft begrüßen, darunter MdEP Ulrike Müller, MdB Ulrich Lange sowie die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages, Inge Aures, MdL Georg Winter und MdL Johann Häusler. Im Rahmen der Verleihung des Europäischen St.UlrichsPreises wird Schrell die Verdienste der deutschen Sektion der Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ um die Einheit Europas im christlichen Geist und die Völkerverständigung würdigen. So leistet die Organisation mit mehreren hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit Jahrzehnten in hohem Maße medizinische Hilfe in bewaffneten Konflikten. „Der Einsatz für ein humanitäres Völkerrecht ist zutiefst christlich und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zu Frieden, Freiheit und Sicherheit in Europa“, sagt Schrell.

Die Laudatio wird die Schirmherrin von Unicef-Deutschland, Elke Büdenbender, halten. Büdenbender hatte die Schirmherrschaft, die traditionell von der Partnerin des Bundespräsidenten ausgeübt wird, nach der Wahl ihres Mannes Frank-Walter Steinmeier ins höchste Staatsamt übernommen. Auf die Laudatio ist Astrid Ziemann gespannt: „Ich freue mich auf die Ansprache von Frau Büdenbender. Sie ist eine sehr charismatische, hochintelligente und bodenständige Persönlichkeit. Endlich hält eine Frau die Laudatio auf den Preisträger“, so Ziemann.

Zur Preisverleihung ist ausdrücklich auch die Bevölkerung eingeladen. Landrat Leo Schrell, Oberbürgermeister Frank Kunz und Pfarrer Wolfgang Schneck würden sich freuen, wenn Veranstaltungstag und -zeitpunkt der Bevölkerung entgegenkommen, um sowohl an der Begrüßung des Preisträgers auf dem Ulrichsplatz als auch am Festakt als einem besonderen Erlebnis teilzunehmen. (pm)

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