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Bündnis Hochwasserschutz

21.03.2017

So managt man das Thema Flutpolder

In Höchstädt soll es eine Anlaufstelle geben, damit Bürger und Kommunen auf dem Laufenden sind

Im Bündnis Hochwasserschutz ist nicht nur der Landkreis Dillingen mit mehreren Städten und Gemeinden vertreten, sondern auch Tapfheim, das zum Landkreis Donau-Ries gehört. Das Bündnis hat sich bewährt, sagte Landrat Leo Schrell in der jüngsten Kreisausschusssitzung.

Gemeinsam habe man beim Thema Flutpolder viel erreicht. Aus vier Poldern im Landkreis wurden zwei, Maßnahmen für den Grundschutz wurden aufgegriffen – wesentliche Punkte wurden umgesetzt. „Aber zufrieden sind wir nicht“, betonte der Landrat. Die vorgesehenen Polder seien zu groß und ein Staustufenmanagement fehle auch noch. Dennoch, das Bündnis sei außerordentlich hilfreich gewesen. Es sei schwer, für Kommunen jede einzelne Sitzung zu dem Thema zu besuchen, immer auf dem aktuellen Stand zu sein und gleichzeitig die gemeinsame Position zu vertreten. So entstand die Idee, eine zentrale Stelle zu schaffen, die Kommunen informiert, Anlaufstelle für die Bürger ist und etwa der Regierung von Schwaben gegenüber eine gestärkte Position vertritt als einer alleine.

Eine Voll- und eine Teilzeitstelle sollen nun dafür eingerichtet werden. Grundlage dafür ist die Förderrichtlinie Regionalmanagement Bayern, die gezielte finanzielle Unterstützung durch den Freistaat ermöglicht. Schrell betonte, das sei keine Pflichtaufgabe des Landkreises, aber man könnte einander besser vernetzen.

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Abgesehen davon kostet das fast nichts: „Wenn wir den Geldgeber davon überzeugen können, gibt es 50 Prozent, weitere zehn Prozent wegen des Status’ ländlicher Raum und 20 Prozent, weil wir ein Raum mit besonderem Handlungsbedarf sind.“ Die Zuwendung ist auf 100000 Euro pro Jahr begrenzt. Wenn alle Förderungen greifen, beläuft sich der Eigenanteil des Landkreises auf 25000 Euro.

Gleichzeitig soll sich die Stelle mit Kulturmanagement beschäftigten. Sitz soll der Glasbau vor dem Höchstädter Schloss sein. Dieter Ott (CSU) erkundigte sich, für welchen Zeitraum diese Stelle eingesetzt werden soll. Das Förderprogramm läuft laut Landrat Leo Schrell zwar Ende 2018 aus, doch er sei zuversichtlich, dass es verlängert wird. Allein der Hochwasserschutz werde die Region noch sechs Jahre beschäftigen.

Beim Bayerischen Finanzministerium wurde bereits nachgefragt, wie die Chancen für eine Förderung in diese Richtung aussehen. Für das Thema Kulturmanagement gab es bereits eine Zusage, nur noch nicht für das Hochwasserrisikomanagement.

Der Beschäftigte der Vollzeitstelle soll sich zu 70 Prozent mit Hochwasser und zu 30 Prozent mit Kulturthemen beschäftigen. Kreisrat Erich Herreiner (Zukunft) schlug dagegen vor, diese Zahlen nicht festzuzurren, sondern einen Korridor offenzuhalten. Dann habe man einen Verhandlungsspielraum. Laut Landrat Schrell sei man zu einer anderen Aufteilung bereit, wenn es erforderlich wird. (corh)

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