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Dillingen

17.05.2018

So schön war die Ulrichspreisverleihung

Auf TV-Bildschirmen wurde die Verleihung in der Studienkirche übertragen. Das Bild zeigt den Moment, in dem Dr. Volker Westerbarkey (Mitte) die Urkunde erhielt.
Bild: Simone Bronnhuber

Die Geehrten bedanken sich für den großen Zuspruch, er gebe Rückenwind. Auch Laudatorin Elke Büdenbender zieht Bilanz über den Dillinger Festakt.

Glanzvoll, stimmig und bewegend – so lauten die Kommentare und Rückmeldungen, die die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung derzeit bekommt. Am vergangenen Samstag war der Europäische St.-Ulrichs-Preis in der Dillinger Studienkirche an die Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ verliehen worden (wir berichteten).

„Die klaren und unmissverständlichen Botschaften, die sowohl die Laudatio von Elke Büdenbender als auch die Dankesrede von Dr. Volker Westerbarkey enthalten haben, haben im Verlauf des Festaktes mehrfach zu sehr bewegenden und ergreifenden Momenten geführt, die mich berührt, aber auch nachdenklich gestimmt haben“, betont der Vorsitzende der Europäische St.-Ulrichs-Stiftung, Landrat Leo Schrell. Dies sei auch die gleichlautende Rückmeldung gewesen, die er aus den Reihen der Teilnehmer am Festakt erhalten habe. „In beiden Reden ist überaus deutlich geworden“, so Schrell, „dass „Ärzte ohne Grenzen“ ein sehr würdiger Preisträger ist.“ Die Wertschätzung der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen durch die Teilnehmer am Festakt sei auch in den lang anhaltenden stehenden Ovationen nach der Rede von Dr. Volker Westerbarkey zum Ausdruck gekommen.

Der herausragende ehrenamtliche Einsatz für Menschen in Not, der in den Krisengebieten auf der Welt uneigennützig und oftmals unter Einsatz des eigenen Lebens erbracht wird, steht in hohem Maße für die Achtung der Menschenwürde und des humanitären Völkerrechts. „Damit stimmen Zielsetzung und Handeln der „Ärzte ohne Grenzen“ signifikant mit den Zielen unserer Stiftung überein“, betont Schrell. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen, Oberbürgermeister Frank Kunz und Pfarrer Wolfgang Schneck, zieht er deshalb ein sehr positives Fazit der Preisverleihung.

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Dazu habe auch das außerordentlich natürliche und sympathische Auftreten sowohl von Elke Büdenbender, der Schirmherrin von Unicef Deutschland und Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, als auch des Präsidenten der deutschen Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“, Dr. Westerbarkey, beigetragen.

Er hat der Stiftung in diesen Tagen über das Büro seiner Organisation mitgeteilt: „Der Zuspruch, den Ärzte ohne Grenzen bei der Verleihung des Europäischen St. Ulrich-Preises in Dillingen erhielt, gibt mir und uns Rückenwind, unsere humanitäre Arbeit für Menschen in Not weiter zu leisten. Neben der Verleihungszeremonie in der prächtigen Barock-Kirche war auch der Empfang ein Höhepunkt, der die Begegnung und den Austausch mit so vielen Menschen ermöglichte. Die gesamte Organisation hat reibungslos geklappt. Selbst das Wetter spielte mit. Die wunderschöne Urkunde wird einen Ehrenplatz in unserem Büro in Berlin erhalten und uns an das beeindruckende Erlebnis erinnern. Ich werde nicht das letzte Mal in Dillingen gewesen sein und wünsche meinerseits den Menschen und Verantwortlichen in Dillingen weiterhin alles Gute bei Ihrem Einsatz für die humanitären Werte und die Einigung Europas.“

Oberbürgermeister Frank Kunz sagt: „Ich persönlich habe mich gefreut, dass der Ulrichs-Preis in diesem Jahr wieder als offenes Fest für die Bürgerschaft gefeiert werden konnte – und das bei bestem Wetter. Dass mit „Ärzte ohne Grenzen“ ein weiteres Mal nicht eine Einzelperson, sondern eine ganze Organisation geehrt wurde, sehe ich ebenfalls positiv. Die wichtige humanitäre Arbeit, die von den engagierten Ärzten weltweit geleistet wird, verdient großen Respekt und Anerkennung.“

Pfarrer Wolfgang Schneck schildert seine Eindrücke so: „Der Vertreter des Preisträgers und seine Begleitung haben mich tief beeindruckt. Dass Menschen aus innerster Überzeugung für Menschen – einfach weil sie Menschen sind – das Leben auf’s Spiel setzen, verdient Hochachtung. Dass dann noch jemand erzählen kann, er und viele andere kämen als Beschenkte heim, zeigt mir, worin die Erfüllung und wahres Glück liegen: im Lieben. Die Begegnung mit Ärzte ohne Grenzen war mir als Christ eine Gewissenserforschung und hat mir auch meine Grenzen im Alltag aufgezeigt. Wir Pfarrer brauchten in unseren Worten nichts mehr darzulegen.“ Dekan Heidecker habe nur noch angefügt, dass Bewunderung nicht ausreicht. Man könnte sonst sagen, „da haben wir welche, die echtes Menschsein im Alltag leben. Nein, es hat uns berührt und muss uns in den konkreten Alltag führen, wo jeder selbst erkennen muss, wie er die Botschaft des St.-Ulrichs-Preises 2018 hier in Dillingen umsetzt“.

Auch aus dem Bundespräsidialamt erhielt die Stiftung in diesen Tagen eine Rückmeldung zur Preisverleihung: „Es war mir eine große Ehre, als Laudatorin an der Verleihung des St.-Ulrichs-Preises in der Studienkirche in Dillingen mitzuwirken. Es war ein würdiger Rahmen, und die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ hat den Preis zu Recht erhalten. Ich danke der St.-Ulrichs-Stiftung für ihre sehr gute Arbeit und ihr Bemühen, damit zur Einheit Europas beizutragen“, ließ Elke Büdenbender über ihr Büro mitteilen. (pm)

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