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Donaualtheim

01.07.2019

So schwitzt man im Donaualtheimer Märchen

Dieses Hindernis, ein Wasserbecken, war am Sonntag wohl das beliebteste. So gab es wenigstens kurz eine Abkühlung.

Zum 48. Mal findet das „Spiel ohne Grenzen“ statt. Die Veranstalter überlegen sich dafür besondere Hindernisse. Das macht allen viel Spaß, dauert allerdings auch.

Wer am Wochenende aus nördlicher Richtung nach Donaualtheim fuhr, hat sich vielleicht über die aufgebauten Zelte und Hindernisse gewundert, die schon von Weitem gut zu sehen waren. Dort fand das 48. „Spiel ohne Grenzen“ statt.

Bereits 2014 richtete die dortige Landjugend die Veranstaltung aus. „Wir haben seitdem viel gelernt“, sagt Verena Wenisch. Die 23-Jährige ist Erste Vorsitzende des Vereins. So spielten bereits bei der Party am Freitagabend nicht wie vor fünf Jahren eine Band in Lederhose, sondern das DJ-Duo MJS.

Ein Jahr lag hat das Team aus Donaualtheim geplant

Auch die Spiele seien größer geworden. „Wir haben uns beim Bau viel Mühe gegeben“, sagt Wenisch. Unterstützt wurden sie dabei von Lothar Krauss, einem Zimmermann der Firma Schwertberger. Bereits seit einem Jahr plante und organisierte die etwa 30-köpfige Gruppe unter Leitung des Ausschusses das Fest, seit März wurde gebaut. „Insgesamt ist die Planung besser gelaufen“, bestätigt Steffen Reiter, Zweiter Vorsitzender. So seien nur für die Durchführung die „Erwachsenen“ anwesend, die Vorbereitung habe die Jugend nun allein bewältigt.

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Dieses Jahr stand das „Spiel ohne Grenzen“ unter dem Motto „Märchenland“. Im Dezember vergangenen Jahres zogen die elf Landjugendgruppen aus Schretzheim, Kicklingen, Aislingen, Medlingen, Unterbechingen, Wittislingen, Finningen, Deisenhofen, Lutzingen, Bergheim und Mörslingen per Los je ein Märchen.

Acht Spiele und dazu die Hitze

Über dieses planten sie eine kurze Einlage, die am Samstagabend aufgeführt und bewertet wurde. Die gewonnenen Punkte wurden dann zu den am Sonntag erspielten hinzugerechnet. Die Jury setzte sich aus Oberbürgermeister Frank Kunz, den Stadträten Bernhard Weber und Günter Schwertberger, Stadtpfarrer Wolfgang Schneck, Kaplan Simon Fleischmann und Margit Nötbauer-Thorwart aus Donaualtheim zusammen.

Die Donaualtheimer haben sich nicht nur knifflige, sondern auch sportliche Hindernisse für die Teilnehmer überlegt.

Am Sonntag kamen die Jugendlichen nach einem Gottesdienst mit Festumzug und Mittagstisch bei wolkenlosem Himmel ins Schwitzen. Acht Spiele galt es in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren, um die Höchstpunktzahl von elf Punkten zu holen. Eine wichtige Rolle spielte dabei der „Joker“. Mit diesem konnte in einem Spiel die gewonnene Punktzahl verdoppelt werden.

Auch einen Joker gab es

Den „Joker“ bekamen die Teilnehmer zu Beginn durch das „Jokerspiel“. Über einen Heuturm und durch Reifen hindurch führte der Parcours zu einer Wand. Mit Bierkästen bauten die Spieler dort eine Treppe, um den individualisierten „Joker“ zu erreichen. So zierten beispielsweise Schneewittchen und Rotkäppchen die Schilder für Finningen und Medlingen.

Das Motto „Märchenland“ zeigte sich auch am zweiten Hindernis. Dort mussten Lebkuchen über eine Schaukel gebracht und an einem kleinen Hexenhäuschen befestigt werden. Mit einem Wasserschlauch sorgten die Veranstalter aus Donaualtheim dabei für etwas Abkühlung bei den warmen Temperaturen. „Wir freuen uns auf die Spiele im Pool“, meint Katharina Titscher von der Landjugend Mörslingen.

Zum 48. Mal fand das „Spiel ohne Grenzen“ statt – dieses Mal beim Vorjahressieger in Donaualtheim.

Das dritte Spiel war allerdings nicht nur durch die Erfrischung im Wasser ein Highlight. Nachdem sich die Spieler über Seile erst hocharbeiteten, rutschten sie auf der anderen Seite in den Pool. „Eine solche Rutsche gab es seit zehn Jahren nicht mehr“, betont Wenisch.

Trotzdem wurden das 48. „Spiel ohne Grenzen“ durch die ausgeklügelten Hindernisse, den Spaß der Teilnehmer und die unterhaltsame Moderation von Robert Röger und Katharina Schmidt ein gelungenes Spektakel. Und das dauerte so lange, dass die Sieger bis Redaktionsschluss noch nicht feststanden.

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